Krause Glucke: erkennen, finden, Saison
Sparassis crispa, auch Fette Henne oder Bärentatze. Blumenkohlartiges, gelblich-weißes Knäuel, oft kiloschwer. Am Stammfuß alter Kiefern, meist über Jahre an derselben Stelle, Hauptsaison September und Oktober.

Erkennen
Ein 10 bis 40 cm großes, badeschwammartiges Knäuel aus krausen, dünnen, gelblich-weißen bis ockerfarbenen Lappen, das aus einem dicken Strunk im Boden wächst. Alte Exemplare werden bräunlich und zäh. Der Geruch ist angenehm würzig.
Wo sie wächst
Die Glucke lebt als Schwächeparasit an den Wurzeln und am Stammfuß alter Kiefern, selten an Fichte, Lärche oder Douglasie, und erscheint viele Jahre nacheinander am selben Baum. Deshalb zählt die Karte hier fast nur die Kiefer und bewertet den Boden kaum.
Wann
Von Juli bis November, Hauptzeit September und Oktober. Der Fruchtkörper wächst in wenigen Tagen; entscheidend ist, dass der Wurzelbereich in den zwei Wochen davor genug Wasser hatte.
Wann die Arten der Karte Saison haben, zeigt der Pilzkalender Monat für Monat.
Verwechslung
Die Breitblättrige Glucke (Sparassis brevipes) hat breitere, flachere und weniger krause Lappen und wächst an Tanne, Buche und Eiche statt an Kiefer.
Wo es in Deutschland Krause Glucken gibt: die besten Regionen
Nach Wirtsbäumen und Boden liegen diese zehn Landschaften und Städte mit ihrem Umland für die Krause Glucke vorn. Die Punkte (von 100) sind der Wert der Karte ohne Wetter, gemittelt über den Wald der Region.
- Fläming: 78 Punkte, 38 % Wald, vor allem Kiefer
- Schorfheide: 66 Punkte, 53 % Wald, vor allem Kiefer
- Dübener Heide: 66 Punkte, 48 % Wald, vor allem Kiefer
- In und um Berlin: 65 Punkte, 29 % Wald, vor allem Kiefer
- Lüneburger Heide: 56 Punkte, 42 % Wald, vor allem Kiefer
- Rund um Nürnberg: 52 Punkte, 38 % Wald, vor allem Kiefer
- Mecklenburgische Seenplatte: 49 Punkte, 31 % Wald, vor allem Kiefer
- Rund um Dresden: 37 Punkte, 24 % Wald, vor allem Fichte
- Rund um Hannover: 34 Punkte, 23 % Wald, vor allem Kiefer
- Oberpfälzer Wald: 32 Punkte, 38 % Wald, vor allem Fichte
Von den Bundesländern schneiden Brandenburg (73), Sachsen-Anhalt (49) und Sachsen (39) am besten ab.
Das Wetter ist hier nicht eingerechnet. Ob gerade etwas wächst, hängt vom Regen und der Bodentemperatur der letzten Wochen ab; die aktuelle Chance zeigt die Karte.
Wo es für die Krause Glucke gerade am besten aussieht
Stand 10.10., 02:55 Uhr, mit dem Wetter der letzten 14 Tage: Fläming (etwa 58 von 100), Lüneburger Heide (etwa 56 von 100) und Dübener Heide (etwa 54 von 100). Alle Arten und Regionen, stündlich neu berechnet, stehen in der Pilzlage, die Chance für jede Waldzelle die Karte.
Womit die Karte für die Krause Glucke rechnet
Die Karte färbt jede Zelle nach Wirtsbäumen, Boden und dem Wetter der letzten 14 Tage ein. Für die Krause Glucke gelten diese Werte; Frost, Hitze, Schnee und trockene Luft drücken den Wert zusätzlich. Wie das zusammenspielt, steht im Beitrag Wann wachsen Pilze?, und was beim Sammeln erlaubt ist, unter Pilze sammeln: Regeln und Mengen.
- Wirtsbäume
- Kiefer zählen voll; Fichte, Douglasie, Tanne und Lärche kaum; Birke, Buche, Eiche, Erle, anderes langlebiges Laubholz und kurzlebiges Laubholz gar nicht.
- Saison
- Hauptsaison September bis Oktober, möglich August bis November.
- Wasserbilanz 14 Tage
- Optimum ab 20 mm
- Bodentemperatur
- Optimum 10 bis 19 °C
- Bodenfeuchte 3–9 cm
- Optimum 55 bis 115 % nFK
- Bodenfeuchte 9–27 cm
- Optimum 50 bis 115 % nFK
- Boden
- pH 3,5 bis 6, Sand ab 40 %; die Bodenkurven sind bewusst flach.
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