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Die Pilzkarte für Deutschland

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Pfifferling: erkennen, finden, Saison

Cantharellus cibarius, auch Eierschwamm oder Reherl. Dottergelb, mit Leisten statt Lamellen, die am Stiel herablaufen. In Moospolstern unter Fichte, Buche und Kiefer, Hauptsaison Juli bis Oktober.

Dottergelbe Pfifferlinge am Waldboden
Foto: Andra Waagmeester, CC0, Wikimedia Commons

Erkennen

Klein bis mittelgroß, 2 bis 10 cm, durchgehend dottergelb bis blassgelb. Der Hut ist jung gewölbt, später trichterförmig mit welligem Rand. Auf der Unterseite sitzen keine Lamellen, sondern stumpfe, gabelige Leisten, die weit am Stiel herablaufen. Das Fleisch ist fest, weißlich-gelb und riecht fruchtig, an Aprikosen erinnernd.

Wo er wächst

Mykorrhiza mit Fichte, Buche, Kiefer und Eiche. Der Pfifferling bevorzugt saure, nährstoffarme, oft sandige Böden mit Moos, lichte Nadel- und Mischwälder, gern an Hängen und Wegböschungen. Wo er einmal steht, kommt er über Jahre wieder.

Wann

Von Juni bis November, Hauptzeit Juli bis Oktober. Die Fruchtkörper wachsen langsam über Wochen und überstehen kurze Trockenphasen; deshalb bewertet die Karte beim Pfifferling die Wasserbilanz der letzten 14 Tage statt eines einzelnen Regengusses.

Wann die Arten der Karte Saison haben, zeigt der Pilzkalender Monat für Monat.

Verwechslung

Der Falsche Pfifferling (Hygrophoropsis aurantiaca) ist orangefarbener, weicher und hat echte, dünne Lamellen; er wächst gern auf Nadelstreu und morschem Holz. Im Süden kommt der giftige Ölbaumpilz (Omphalotus olearius) vor, der büschelig an Laubholzstümpfen wächst.

Wo es in Deutschland Pfifferlinge gibt: die besten Regionen

Nach Wirtsbäumen und Boden liegen diese zehn Landschaften und Städte mit ihrem Umland für den Pfifferling vorn. Die Punkte (von 100) sind der Wert der Karte ohne Wetter, gemittelt über den Wald der Region.

  1. Bayerischer Wald: 77 Punkte, 44 % Wald, vor allem Fichte
  2. Erzgebirge: 77 Punkte, 37 % Wald, vor allem Fichte
  3. Fichtelgebirge: 75 Punkte, 48 % Wald, vor allem Fichte (seit 2018 viel Fichte abgestorben)
  4. Oberpfälzer Wald: 74 Punkte, 38 % Wald, vor allem Fichte
  5. Allgäu: 71 Punkte, 29 % Wald, vor allem Fichte
  6. Schorfheide: 68 Punkte, 53 % Wald, vor allem Kiefer
  7. Fläming: 65 Punkte, 38 % Wald, vor allem Kiefer
  8. In und um Berlin: 64 Punkte, 29 % Wald, vor allem Kiefer
  9. Rund um Freiburg: 63 Punkte, 41 % Wald, vor allem Fichte
  10. Rund um Dresden: 62 Punkte, 24 % Wald, vor allem Fichte

Von den Bundesländern schneiden Brandenburg (64), Sachsen (63) und Bayern (59) am besten ab.

Das Wetter ist hier nicht eingerechnet. Ob gerade etwas wächst, hängt vom Regen und der Bodentemperatur der letzten Wochen ab; die aktuelle Chance zeigt die Karte. Wo seit 2018 viele Fichten abgestorben sind, ist das in den Punkten schon eingerechnet, nach Satellitendaten des DLR bis 2025.

Wo es für den Pfifferling gerade am besten aussieht

Stand 10.10., 02:55 Uhr, mit dem Wetter der letzten 14 Tage: Allgäu (etwa 54 von 100), Rund um Freiburg (etwa 48 von 100) und Lüneburger Heide (etwa 47 von 100). Alle Arten und Regionen, stündlich neu berechnet, stehen in der Pilzlage, die Chance für jede Waldzelle die Karte.

Womit die Karte für den Pfifferling rechnet

Die Karte färbt jede Zelle nach Wirtsbäumen, Boden und dem Wetter der letzten 14 Tage ein. Für den Pfifferling gelten diese Werte; Frost, Hitze, Schnee und trockene Luft drücken den Wert zusätzlich. Wie das zusammenspielt, steht im Beitrag Wann wachsen Pilze?, und was beim Sammeln erlaubt ist, unter Pilze sammeln: Regeln und Mengen.

Wirtsbäume
Fichte, Buche, Eiche und Kiefer zählen voll; Tanne und Birke zur Hälfte; anderes langlebiges Laubholz, Douglasie, kurzlebiges Laubholz und Lärche kaum; Erle gar nicht.
Lebensraum
Zu- und Abschläge: Kronendachverlust seit 2017 −0,8.
Saison
Hauptsaison Juli bis Oktober, möglich Juni bis November.
Wasserbilanz 14 Tage
Optimum ab 25 mm
Bodentemperatur
Optimum 12 bis 20 °C
Bodenfeuchte 3–9 cm
Optimum 65 bis 115 % nFK
Bodenfeuchte 9–27 cm
Optimum 60 bis 115 % nFK
Boden
pH 3,5 bis 5,2, Sand ab 50 %; die Bodenkurven sind bewusst flach.

Pfifferling auf der Karte

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