Schwefelporling: erkennen, finden, Saison
Laetiporus sulphureus, auch Gemeiner Schwefelporling. Leuchtend schwefelgelbe bis orange Konsolen, dachziegelig übereinander, unten mit feinen gelben Poren. An alten Eichen, Weiden, Pappeln und Obstbäumen, Hauptsaison Mai bis September.

Erkennen
Fächer- bis konsolenförmige Hüte von 10 bis 40 cm, die dachziegelig übereinander am Stamm sitzen und zusammen mehrere Kilo wiegen können. Jung sind sie weich, saftig und leuchtend schwefelgelb bis orange, später verblassen sie, werden kreidig und bröckeln. Die Unterseite trägt keine Lamellen, sondern feine schwefelgelbe Poren.
Wo er wächst
An lebenden, geschwächten und toten Laubbäumen, vor allem Eiche, Weide, Pappel, Robinie, Kirsche und andere Obstbäume. Er steht oft an einzelnen alten Bäumen an Flussufern, in Parks, Alleen und Obstwiesen und kommt dort über Jahre wieder. Die Karte zählt Eichen und kurzlebiges Laubholz, Streuobst, Parks und Baumreihen und gibt Flussauen einen Zuschlag; den einzelnen alten Baum kennt sie nicht.
Wann
Von Mai bis September. Die meisten frischen Fruchtkörper erscheinen im Mai und Juni, ein zweiter Schub folgt im Spätsommer, jeweils nach warmem Regen. Weil er im Holz lebt, schaut die Karte bei ihm auf die Lufttemperatur der letzten Woche statt auf den Boden.
Wann die Arten der Karte Saison haben, zeigt der Pilzkalender Monat für Monat.
Verwechslung
Der Riesenporling (Meripilus giganteus) wächst am Boden um Buchenstümpfe, ist bräunlich und schwärzt an Druckstellen. An Nadelholz wächst der seltene Nadelholz-Schwefelporling (Laetiporus montanus). In der Literatur werden Unverträglichkeiten nach dem Verzehr beschrieben, vor allem bei Fruchtkörpern von Eibe und Robinie.
Wo es in Deutschland Schwefelporlinge gibt: die besten Regionen
Nach Lebensraum und Boden liegen diese zehn Landschaften und Städte mit ihrem Umland für den Schwefelporling vorn. Die Punkte (von 100) sind der Wert der Karte ohne Wetter, gemittelt über die Fläche der Region, die die Art nutzen kann.
- Rund um Leipzig: 58 Punkte, 13 % Wald, vor allem Eiche
- Rund um Münster: 55 Punkte, 14 % Wald, vor allem Eiche
- Rund um Köln: 53 Punkte, 19 % Wald, vor allem Eiche
- In und um Bremen: 50 Punkte, 13 % Wald, vor allem Eiche
- Rund um Dortmund: 48 Punkte, 22 % Wald, vor allem Buche
- In und um Hamburg: 46 Punkte, 16 % Wald, vor allem Fichte
- Rund um Frankfurt: 46 Punkte, 33 % Wald, vor allem Buche
- Steigerwald: 44 Punkte, 39 % Wald, vor allem Eiche
- Rund um Stuttgart: 42 Punkte, 33 % Wald, vor allem Buche
- Rund um Karlsruhe: 42 Punkte, 36 % Wald, vor allem Buche
Von den Bundesländern schneiden Saarland (46), Schleswig-Holstein (43) und Nordrhein-Westfalen (41) am besten ab.
Das Wetter ist hier nicht eingerechnet. Ob gerade etwas wächst, hängt vom Regen und der Bodentemperatur der letzten Wochen ab; die aktuelle Chance zeigt die Karte.
Wo es für den Schwefelporling gerade am besten aussieht
Stand 10.10., 02:55 Uhr, mit dem Wetter der letzten 14 Tage: Rund um Köln (etwa 26 von 100), Rund um Münster (etwa 25 von 100) und In und um Bremen (etwa 23 von 100). Alle Arten und Regionen, stündlich neu berechnet, stehen in der Pilzlage, die Chance für jede Waldzelle die Karte.
Womit die Karte für den Schwefelporling rechnet
Die Karte färbt jede Zelle nach Lebensraum, Boden und dem Wetter der letzten 14 Tage ein. Für den Schwefelporling gelten diese Werte; Frost, Hitze, Schnee und trockene Luft drücken den Wert zusätzlich. Wie das zusammenspielt, steht im Beitrag Wann wachsen Pilze?, und was beim Sammeln erlaubt ist, unter Pilze sammeln: Regeln und Mengen.
- Wirtsbäume
- Eiche und kurzlebiges Laubholz zählen voll; anderes langlebiges Laubholz zur Hälfte; Buche, Erle, Birke, Douglasie, Fichte, Kiefer, Lärche und Tanne kaum.
- Lebensraum
- Außer Wald zählen Streuobst 0,8, Parks und Friedhöfe 0,8 und Hecken und Baumreihen 0,5; Zu- und Abschläge: Flussaue +0,4.
- Saison
- Hauptsaison Mai bis Juni und August bis September, möglich April bis Oktober.
- Tageshöchstwert 7 Tage
- Optimum 19 bis 28 °C
- Wasserbilanz 14 Tage
- Optimum ab 20 mm
- Nettoregen 4–14 Tage
- Optimum ab 20 mm
- Boden
- pH immer, Sand immer; die Bodenkurven sind bewusst flach.
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