Pilze sammeln rund um Hamm
Stand 14.10., 16:05 Uhr: Die besten Chancen haben gerade Parasol (45 von 100), Hallimasch (44) und Steinpilz (38).
Im Umkreis von 40 km um Hamm sind 17 % der Fläche Wald, vor allem Eiche und Buche. Ohne Wetter liegen hier Parasol (77 von 100 Punkten), Judasohr (72) und Hallimasch (69) vorn, der Steinpilz kommt auf 64.

Seit 2018 sind rund um Hamm große Fichtenbestände durch Trockenheit und Borkenkäfer abgestorben oder geräumt worden. Die Baumartenkarte von 2017/18 zeigt sie noch als Fichtenwald, deshalb rechnet die Karte mit Satellitendaten des DLR nach: Wo das Kronendach seitdem fehlt, zählt die Fläche für Steinpilz, Pfifferling und Marone kaum noch. Für den Hallimasch zählt sie dagegen mehr, er lebt von geschwächten und toten Bäumen.
Im Stadtgebiet von Hamm ist nur rund ein Zehntel Wald. Den größten Waldkomplex bilden im Südwesten, im Stadtbezirk Pelkum, die Sandbochumer Heide und die Wälder am Neustädter Bach: nährstoffarmer Sand mit Eichen, Buchen und Birken, zu einem Drittel Nadelholz mit viel Kiefer. Im Norden liegt das Frielicker Holz, der Hammer Teil des rund 300 Hektar großen Oestricher Holts, ein Eichen-Hainbuchenwald, im Osten in Uentrop der Geithewald, 119 Hektar Eichen-Hainbuchenwald. Unter Eichen und Buchen passt der Steinpilz, unter den Kiefern der Sandbochumer Heide Marone und Krause Glucke. Rund 30 km südsüdöstlich beginnt am Möhnesee der Arnsberger Wald mit Fichten und Eichen. Für den Kreis Soest, zu dem sein Nordrand gehört, wurde 2019 der Verlust fast aller Fichten erwartet, im Totholz wächst der Hallimasch. In Nordrhein-Westfalen sammelst du in Maßen für den eigenen Bedarf, in Naturschutzgebieten ist es grundsätzlich verboten.
Aktuelles Wetter rund um Hamm
Wetterfaktor aus 64 Rasterpunkten, Stand 14.10., 16:05 Uhr. Zusammen mit Lebensraum und Boden ergibt das gerade eine Chance von etwa Steinpilz 38, Pfifferling 22, Marone 29, Krause Glucke 8, Schwefelporling 15, Parasol 45, Hallimasch 44, Austernseitling 15 und Judasohr 28 von 100 Punkten; genauer zeigt es die Karte. Gerade keine Saison: Morchel und Maipilz.
Was hinter dem Wetterfaktor steckt, erklärt der Beitrag Wann wachsen Pilze? Wie es gerade in ganz Deutschland aussieht, zeigt die Pilzlage.
Der Wald
- Fläche
- 5.027 km², davon 847 km² Wald (17 %)
- Baumarten
- Eiche 40 %, Buche 21 %, Fichte 17 %, Kiefer 5 %, Birke 5 %, Lärche 4 % (Anteil an der Waldfläche nach der je 10 m dominanten Art, Stand 2017/18)
- Boden
- pH 5,5, Sand 22 % (Median unter Wald)
Welche Pilze
- Steinpilz
- 64 von 100 Punkten aus Wirtsbäumen und Boden, Hauptsaison August bis Oktober.
- Pfifferling
- 47 von 100 Punkten aus Wirtsbäumen und Boden, Hauptsaison Juli bis Oktober.
- Marone
- 43 von 100 Punkten aus Wirtsbäumen und Boden, Hauptsaison September bis Oktober.
- Krause Glucke
- 10 von 100 Punkten aus Wirtsbäumen und Boden, Hauptsaison September bis Oktober.
- Morchel
- 28 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison April bis Mai.
- Maipilz
- 61 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison April bis Mai.
- Schwefelporling
- 54 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison Mai bis Juni und August bis September.
- Parasol
- 77 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison September bis Oktober.
- Hallimasch
- 69 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison Oktober bis November.
- Austernseitling
- 41 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison Oktober bis Februar.
- Judasohr
- 72 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison November bis Mai.
Gute Ecken für Steinpilze
Bewertet nach Wirtsbäumen und Boden in Blöcken von 3 × 3 km, ohne Wetter; was davon gerade zu erwarten ist, zeigt die Karte. Blöcke in Nationalparks sind ausgelassen (Grenzen: Bundesamt für Naturschutz (BfN) 2025), Ortsnamen von GeoNames (CC BY 4.0); in Naturschutzgebieten und Kernzonen gelten eigene Regeln, Sammeln ist dort meist verboten oder eingeschränkt.
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