Pilze sammeln im Sauerland
Stand 9.10., 02:40 Uhr: Die besten Chancen haben gerade Hallimasch (92 von 100), Parasol (75) und Steinpilz (58).
Das Sauerland ist zu 54 % bewaldet (2.379 km²), vor allem mit Fichte und Buche. Ohne Wetter liegen hier Hallimasch (94 von 100 Punkten), Parasol (81) und Steinpilz (61) vorn.

Seit 2018 sind im Sauerland große Fichtenbestände durch Trockenheit und Borkenkäfer abgestorben oder geräumt worden. Die Baumartenkarte von 2017/18 zeigt sie noch als Fichtenwald, deshalb rechnet die Karte mit Satellitendaten des DLR nach: Wo das Kronendach seitdem fehlt, zählt die Fläche für Steinpilz, Pfifferling und Marone kaum noch. Für den Hallimasch zählt sie dagegen mehr, er lebt von geschwächten und toten Bäumen.
Das Sauerland im Süden Westfalens ist ein stark bewaldetes Mittelgebirge, das im Rothaargebirge gut 840 m erreicht. Auf Schiefer und Grauwacke sind die Böden sauer, lange dominierten Fichtenforste, die seit 2018 durch Dürre und Borkenkäfer auf großer Fläche abgestorben sind. In Buchenwäldern und den verbliebenen Nadelbeständen finden Steinpilz, Pfifferling und Marone weiterhin gute Bedingungen.
Aktuelles Wetter im Sauerland
Wetterfaktor aus 56 Rasterpunkten, Stand 9.10., 02:40 Uhr. Zusammen mit Lebensraum und Boden ergibt das gerade eine Chance von etwa Steinpilz 58, Pfifferling 37, Marone 35, Krause Glucke 15, Schwefelporling 11, Parasol 75, Hallimasch 92, Austernseitling 18 und Judasohr 23 von 100 Punkten; genauer zeigt es die Karte. Gerade keine Saison: Morchel und Maipilz.
Was hinter dem Wetterfaktor steckt, erklärt der Beitrag Wann wachsen Pilze? Wie es gerade in ganz Deutschland aussieht, zeigt die Pilzlage.
Der Wald
- Fläche
- 4.390 km², davon 2.379 km² Wald (54 %)
- Baumarten
- Fichte 54 %, Buche 28 %, Eiche 6 %, Douglasie 4 %, Birke 3 %, Lärche 3 % (Anteil an der Waldfläche nach der je 10 m dominanten Art, Stand 2017/18)
- Boden
- pH 4,6, Sand 19 % (Median unter Wald)
Welche Pilze
- Steinpilz
- 61 von 100 Punkten aus Wirtsbäumen und Boden, Hauptsaison August bis Oktober.
- Pfifferling
- 48 von 100 Punkten aus Wirtsbäumen und Boden, Hauptsaison Juli bis Oktober.
- Marone
- 35 von 100 Punkten aus Wirtsbäumen und Boden, Hauptsaison September bis Oktober.
- Krause Glucke
- 15 von 100 Punkten aus Wirtsbäumen und Boden, Hauptsaison September bis Oktober.
- Morchel
- 13 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison April bis Mai.
- Maipilz
- 32 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison April bis Mai.
- Schwefelporling
- 24 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison Mai bis Juni und August bis September.
- Parasol
- 81 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison September bis Oktober.
- Hallimasch
- 94 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison Oktober bis November.
- Austernseitling
- 40 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison Oktober bis Februar.
- Judasohr
- 43 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison November bis Mai.
Gute Ecken für Steinpilze
Bewertet nach Wirtsbäumen und Boden in Blöcken von 3 × 3 km, ohne Wetter; was davon gerade zu erwarten ist, zeigt die Karte. Blöcke in Nationalparks sind ausgelassen (Grenzen: Bundesamt für Naturschutz (BfN) 2025), Ortsnamen von GeoNames (CC BY 4.0); in Naturschutzgebieten und Kernzonen gelten eigene Regeln, Sammeln ist dort meist verboten oder eingeschränkt.
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