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Die Pilzkarte für Deutschland

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Maipilz: erkennen, finden, Saison

Calocybe gambosa, auch Mairitterling oder Georgsritterling. Weißlich bis cremefarben, fleischig, mit dichten weißen Lamellen und kräftigem Mehlgeruch. Auf Wiesen, an Hecken und Waldrändern, oft in Ringen, Hauptsaison April bis Juni.

Weißlicher Maipilz mit dichten Lamellen am Boden zwischen Laub
Foto: alanjohnyoung, CC0, Wikimedia Commons

Erkennen

Der Hut wird 5 bis 15 cm breit, ist dickfleischig, weißlich bis cremefarben oder blass ocker und lange eingerollt. Die Lamellen stehen sehr dicht, sind schmal und weiß bis cremefarben. Der Stiel ist kurz und kräftig, das Fleisch fest und weiß. Typisch ist der starke Geruch nach frischem Mehl oder Gurke. Maipilze wachsen oft in Reihen oder Hexenringen, die über Jahrzehnte an derselben Stelle wiederkommen.

Wo er wächst

Auf Wiesen und Weiden, an Waldrändern und Hecken, unter Schlehe und Weißdorn, in lichten Laubwäldern, Parks und Gärten, meist auf kalk- und nährstoffreichem Boden. Die Karte zählt dafür Grünland, Hecken, Streuobst, Parks und Laubwald und gibt Waldrändern einen Zuschlag. Wo genau ein Ring steht, weiß sie nicht.

Wann

Von Ende April bis Juni, seinen Beinamen hat er vom Georgstag am 23. April. Wie die Morchel braucht er einen Boden, der sich im Frühjahr dauerhaft erwärmt hat, dazu Regen in den Wochen davor.

Wann die Arten der Karte Saison haben, zeigt der Pilzkalender Monat für Monat.

Verwechslung

Zur gleichen Zeit und an denselben Stellen wächst der Ziegelrote Risspilz (Inocybe erubescens). Er ist jung ebenfalls weißlich, enthält aber so viel Muskarin, dass er schon tödliche Vergiftungen verursacht hat. Er hat einen kegeligen, radial faserig eingerissenen Hut, rötet an Druckstellen und im Alter, riecht nicht nach Mehl, und seine Lamellen werden grau bis braun statt weiß zu bleiben. Auch weiße Trichterlinge (Clitocybe) sind giftig. Wer den Maipilz nicht sicher kennt, lässt ihn stehen oder zeigt ihn einer Pilzberatung.

Wo es in Deutschland Maipilze gibt: die besten Regionen

Nach Lebensraum und Boden liegen diese zehn Landschaften und Städte mit ihrem Umland für den Maipilz vorn. Die Punkte (von 100) sind der Wert der Karte ohne Wetter, gemittelt über die Fläche der Region, die die Art nutzen kann.

  1. Rund um Stuttgart: 67 Punkte, 33 % Wald, vor allem Buche
  2. Fränkische Schweiz: 66 Punkte, 41 % Wald, vor allem Fichte
  3. Rund um Frankfurt: 63 Punkte, 33 % Wald, vor allem Buche
  4. Rund um Rostock: 63 Punkte, 13 % Wald, vor allem Buche
  5. Rund um München: 62 Punkte, 27 % Wald, vor allem Fichte
  6. Rund um Leipzig: 62 Punkte, 13 % Wald, vor allem Eiche
  7. Rund um Augsburg: 62 Punkte, 24 % Wald, vor allem Fichte
  8. Schwäbische Alb: 62 Punkte, 43 % Wald, vor allem Buche
  9. Steigerwald: 61 Punkte, 39 % Wald, vor allem Eiche
  10. Rund um Münster: 60 Punkte, 14 % Wald, vor allem Eiche

Von den Bundesländern schneiden Saarland (65), Baden-Württemberg (59) und Bayern (57) am besten ab.

Das Wetter ist hier nicht eingerechnet. Ob gerade etwas wächst, hängt vom Regen und der Bodentemperatur der letzten Wochen ab; die aktuelle Chance zeigt die Karte.

Gerade am besten

Stand 10.10., 02:55 Uhr: Für den Maipilz ist gerade keine Saison, sie beginnt im März. Welche Arten jetzt wachsen, zeigt die Pilzlage.

Womit die Karte für den Maipilz rechnet

Die Karte färbt jede Zelle nach Lebensraum, Boden und dem Wetter der letzten 14 Tage ein. Für den Maipilz gelten diese Werte; Frost, Hitze, Schnee und trockene Luft drücken den Wert zusätzlich. Wie das zusammenspielt, steht im Beitrag Wann wachsen Pilze?, und was beim Sammeln erlaubt ist, unter Pilze sammeln: Regeln und Mengen.

Wirtsbäume
anderes langlebiges Laubholz, Buche, Eiche, Birke und kurzlebiges Laubholz zur Hälfte; Erle, Douglasie, Fichte, Kiefer, Lärche und Tanne kaum.
Lebensraum
Außer Wald zählen Grünland 0,6, Hecken und Baumreihen 1, Streuobst 0,8 und Parks und Friedhöfe 0,8; Zu- und Abschläge: Waldrand +0,4.
Saison
Hauptsaison April bis Mai, möglich März bis Juni.
Bodentemperatur
Optimum 11 bis 16 °C
Bodentemperatur 14 Tage
Optimum 9 bis 17 °C
Nettoregen 4–14 Tage
Optimum ab 18 mm
Bodenfeuchte 3–9 cm
Optimum 60 bis 120 % nFK
Boden
pH ab 6,5, Sand bis 60 %; die Bodenkurven sind bewusst flach.

Maipilz auf der Karte

Weitere Pilze

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