Pilze sammeln rund um Konstanz
Stand 14.10., 06:05 Uhr: Die besten Chancen haben gerade Judasohr (20 von 100), Austernseitling (13) und Schwefelporling (7).
Im Umkreis von 40 km um Konstanz sind 14 % der Fläche Wald, vor allem Fichte und Buche. Ohne Wetter liegen hier Parasol (84 von 100 Punkten), Hallimasch (83) und Steinpilz (72) vorn.

Pilzkarte rund um Konstanz öffnen
Direkt an Konstanz beginnt der Bodanrück, eine 112 km² große Halbinsel aus Molasse zwischen Überlinger See und Untersee, eine kuppige Landschaft aus Drumlins und vermoorten Senken, überwiegend bewaldet. In seinem Natura-2000-Gebiet von rund 14.300 Hektar nehmen Buchenwälder die größte Fläche ein: große Laubmischwälder mit vielen alten Buchen, Waldmeister-Buchenwälder und kleinflächig bodensaure und orchideenreiche Buchenwälder. Westlich des Untersees liegt der Schiener Berg, ebenfalls aus Molasse mit einer Decke aus eiszeitlichen Schottern und vielerorts bewaldet. Unter Buchen passt der Steinpilz, der auch Kalk verträgt, in den bodensauren Buchenwäldern der Pfifferling und an geschwächtem und totem Holz der Hallimasch. Im Natura-2000-Gebiet liegen 20 Naturschutzgebiete, darunter der Mindelsee, und das Wollmatinger Ried westlich der Stadt ist mit 767 Hektar das größte Naturschutzgebiet am deutschen Bodenseeufer. In Baden-Württemberg erlaubt das Waldgesetz geringe Mengen Pilze für den Eigenverbrauch, nur nicht dort, wo ein Betretungsverbot gilt.
Aktuelles Wetter rund um Konstanz
Wetterfaktor aus 53 Rasterpunkten, Stand 14.10., 06:05 Uhr. Zusammen mit Lebensraum und Boden ergibt das gerade eine Chance von etwa Steinpilz 6, Pfifferling 4, Marone 4, Krause Glucke 2, Schwefelporling 7, Parasol 6, Hallimasch 6, Austernseitling 13 und Judasohr 20 von 100 Punkten; genauer zeigt es die Karte. Gerade keine Saison: Morchel und Maipilz.
Was hinter dem Wetterfaktor steckt, erklärt der Beitrag Wann wachsen Pilze? Wie es gerade in ganz Deutschland aussieht, zeigt die Pilzlage.
Der Wald
- Fläche
- 5.027 km², davon 722 km² Wald (14 %)
- Baumarten
- Fichte 36 %, Buche 29 %, Tanne 11 %, anderes langlebiges Laubholz 8 %, Douglasie 7 %, Eiche 4 % (Anteil an der Waldfläche nach der je 10 m dominanten Art, Stand 2017/18)
- Boden
- pH 6, Sand 35 % (Median unter Wald)
Welche Pilze
- Steinpilz
- 72 von 100 Punkten aus Wirtsbäumen und Boden, Hauptsaison August bis Oktober.
- Pfifferling
- 51 von 100 Punkten aus Wirtsbäumen und Boden, Hauptsaison Juli bis Oktober.
- Marone
- 43 von 100 Punkten aus Wirtsbäumen und Boden, Hauptsaison September bis Oktober.
- Krause Glucke
- 14 von 100 Punkten aus Wirtsbäumen und Boden, Hauptsaison September bis Oktober.
- Morchel
- 34 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison April bis Mai.
- Maipilz
- 68 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison April bis Mai.
- Schwefelporling
- 31 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison Mai bis Juni und August bis September.
- Parasol
- 84 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison September bis Oktober.
- Hallimasch
- 83 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison Oktober bis November.
- Austernseitling
- 39 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison Oktober bis Februar.
- Judasohr
- 65 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison November bis Mai.
Gute Ecken für Steinpilze
Bewertet nach Wirtsbäumen und Boden in Blöcken von 3 × 3 km, ohne Wetter; was davon gerade zu erwarten ist, zeigt die Karte. Blöcke in Nationalparks sind ausgelassen (Grenzen: Bundesamt für Naturschutz (BfN) 2025), Ortsnamen von GeoNames (CC BY 4.0); in Naturschutzgebieten und Kernzonen gelten eigene Regeln, Sammeln ist dort meist verboten oder eingeschränkt.
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