Pilze sammeln in und um Wien
Stand 19.10., 11:15 Uhr: Die besten Chancen haben gerade Judasohr (10 von 100), Austernseitling (5) und Hallimasch (4).
Im Umkreis von 40 km um Wien sind 33 % der Fläche Wald, vor allem anderes Laubholz und Buche. Ohne Wetter liegen hier Parasol (84 von 100 Punkten), Judasohr (78) und Hallimasch (77) vorn, der Steinpilz kommt auf 52.

Pilzkarte in und um Wien öffnen
Im Westen und Südwesten reicht der Wienerwald bis in die Stadt, in Wien mit dem Lainzer Tiergarten (2450 ha, davon 1945 ha Wald), im Umland mit dem Naturpark Föhrenberge zwischen Perchtoldsdorf und Gumpoldskirchen. Im Norden des Wienerwalds stehen auf Flysch-Sandstein vor allem Buche, Eiche und Hainbuche, im Kalk-Wienerwald auch Schwarzkiefer und Fichte. Das passt zu Steinpilz und Eierschwammerl unter Buche, Eiche und Fichte, die Krause Glucke wächst bei den Föhren. Im Lainzer Tiergarten, einem ummauerten Naturschutzgebiet, und im Nationalpark Donau-Auen mit der Lobau musst du auf den markierten Wegen bleiben. In den Kernzonen des Biosphärenparks Wienerwald, die als Naturschutzgebiet verordnet sind, ist das Sammeln verboten. In Wien gilt nur die Grenze des Forstgesetzes: höchstens zwei Kilogramm Pilze pro Person und Tag. Ab Westbahnhof fährt die S50 nach Purkersdorf in den Sandsteinwienerwald, auf der Südbahn kommst du nach Mödling in die Föhrenberge.
Aktuelles Wetter in und um Wien
Wetterfaktor aus 61 Rasterpunkten, auf die mittlere Höhe des Waldes von 338 m umgerechnet, Stand 19.10., 11:15 Uhr. Zusammen mit Lebensraum und Boden ergibt das gerade eine Chance von etwa Steinpilz 2, Pfifferling 1, Marone 2, Krause Glucke 1, Schwefelporling 3, Parasol 3, Hallimasch 4, Austernseitling 5 und Judasohr 10 von 100 Punkten; genauer zeigt es die Karte. Gerade keine Saison: Morchel und Maipilz.
Was hinter dem Wetterfaktor steckt, erklärt der Beitrag Wann wachsen Pilze? Was beim Sammeln in Österreich erlaubt ist, steht mit den Gesetzesstellen im Beitrag Pilze sammeln in Österreich, der Schweiz und Liechtenstein. Wie es gerade in ganz Österreich aussieht, zeigt die Pilzlage.
Der Wald
- Fläche
- 5.030 km², davon 1.648 km² Wald (33 %)
- Baumarten
- anderes Laubholz 52 %, Buche 24 %, Eiche 11 %, Kiefer 7 %, Fichte 5 % (Anteil an der Waldfläche nach der je 10 m dominanten Gattung nach der ForestPaths-Karte von 2020)
- Boden
- pH 5,8, Sand 26 % (Median unter Wald)
Welche Pilze
- Steinpilz
- 52 von 100 Punkten aus Wirtsbäumen und Boden, Hauptsaison August bis Oktober.
- Pfifferling
- 35 von 100 Punkten aus Wirtsbäumen und Boden, Hauptsaison Juli bis Oktober.
- Marone
- 30 von 100 Punkten aus Wirtsbäumen und Boden, Hauptsaison September bis Oktober.
- Krause Glucke
- 8 von 100 Punkten aus Wirtsbäumen und Boden, Hauptsaison September bis Oktober.
- Morchel
- 47 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison April bis Mai.
- Maipilz
- 68 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison April bis Mai.
- Schwefelporling
- 51 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison Mai bis Juni und August bis September.
- Parasol
- 84 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison September bis Oktober.
- Hallimasch
- 77 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison Oktober bis November.
- Austernseitling
- 62 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison Oktober bis Februar.
- Judasohr
- 78 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison November bis Mai.
Gute Ecken für Steinpilze
Bewertet nach Wirtsbäumen und Boden in Blöcken von 3 × 3 km, ohne Wetter; was davon gerade zu erwarten ist, zeigt die Karte. Blöcke in Nationalparks sind ausgelassen (Grenzen: OpenStreetMap-Mitwirkende, ODbL), Ortsnamen von GeoNames (CC BY 4.0); in Naturschutzgebieten und Kernzonen gelten eigene Regeln, Sammeln ist dort meist verboten oder eingeschränkt.
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