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Die Pilzkarte für Deutschland, Österreich und die Schweiz

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Pilze sammeln im Waldviertel

Stand 19.10., 15:55 Uhr: Die besten Chancen haben gerade Hallimasch (9 von 100), Judasohr (8) und Marone (7).

Das Waldviertel ist zu 46 % bewaldet (2.113 km²), vor allem mit Fichte und anderem Laubholz. Ohne Wetter liegen hier Hallimasch (92 von 100 Punkten), Parasol (91) und Steinpilz (75) vorn.

Karte: Wirtsbäume für den Steinpilz im Waldviertel
Wo die Wirtsbäume des Steinpilzes stehen, von rot (kaum) bis grün (viele). Die Karte der Wirtsbäume zeigt das für jeden Quadratkilometer.

Pilzkarte im Waldviertel öffnen

Seit 2018 sind im Waldviertel große Fichtenbestände durch Trockenheit, Sturm und Borkenkäfer abgestorben oder geräumt worden. Die Baumartenkarte von 2020 zeigt einen Teil davon noch als Fichtenwald, deshalb rechnet die Karte mit Satellitendaten der University of Maryland (Global Forest Change) nach: Wo das Kronendach seit 2018 fehlt, zählt die Fläche für Steinpilz, Pfifferling und Marone kaum noch. Für den Hallimasch zählt sie dagegen mehr, er lebt von geschwächten und toten Bäumen.

Das Waldviertel ist ein Hochplateau aus Granit und Gneis von etwa 4900 km², bis rund 1000 m hoch, am höchsten am Tischberg mit 1063 m. Im Westen liegt der Weinsberger Wald, das größte geschlossene Waldgebiet Österreichs. Weit verbreitet sind Fichtenforste, Reste von Fichten-Tannen-Buchenwald gibt es noch, auf mageren Heideflächen wächst die Rotföhre. Das passt zum Herrenpilz unter Fichte, Tanne und Buche, zu Eierschwammerl und Marone auf dem sauren Grund und zur Krausen Glucke unter den Föhren. Im Nationalpark Thayatal ist das Sammeln von Pilzen verboten, der Truppenübungsplatz Allentsteig (157 km²) ist militärisches Sperrgebiet. In Niederösterreich gilt nur die Grenze des Forstgesetzes: höchstens zwei Kilogramm Pilze pro Person und Tag. Mit dem REX 41 fährst du von Wien über die Franz-Josefs-Bahn nach Gmünd zum Naturpark Blockheide.

Aktuelles Wetter im Waldviertel

Steinpilz7 %
Pfifferling4 %
Marone10 %
Krause Glucke16 %
Schwefelporling7 %
Parasol6 %
Hallimasch9 %
Austernseitling19 %
Judasohr16 %

Wetterfaktor aus 55 Rasterpunkten, auf die mittlere Höhe des Waldes von 607 m umgerechnet, Stand 19.10., 15:55 Uhr. Zusammen mit Lebensraum und Boden ergibt das gerade eine Chance von etwa Steinpilz 5, Pfifferling 2, Marone 7, Krause Glucke 4, Schwefelporling 1, Parasol 5, Hallimasch 9, Austernseitling 5 und Judasohr 8 von 100 Punkten; genauer zeigt es die Karte. Gerade keine Saison: Morchel und Maipilz.

Was hinter dem Wetterfaktor steckt, erklärt der Beitrag Wann wachsen Pilze? Was beim Sammeln in Österreich erlaubt ist, steht mit den Gesetzesstellen im Beitrag Pilze sammeln in Österreich, der Schweiz und Liechtenstein. Wie es gerade in ganz Österreich aussieht, zeigt die Pilzlage.

Der Wald

Fläche
4.604 km², davon 2.113 km² Wald (46 %)
Baumarten
Fichte 66 %, anderes Laubholz 17 %, Kiefer 8 %, Buche 8 % (Anteil an der Waldfläche nach der je 10 m dominanten Gattung nach der ForestPaths-Karte von 2020)
Boden
pH 5,3, Sand 38 % (Median unter Wald)

Welche Pilze

Steinpilz
75 von 100 Punkten aus Wirtsbäumen und Boden, Hauptsaison August bis Oktober.
Pfifferling
66 von 100 Punkten aus Wirtsbäumen und Boden, Hauptsaison Juli bis Oktober.
Marone
65 von 100 Punkten aus Wirtsbäumen und Boden, Hauptsaison September bis Oktober.
Krause Glucke
27 von 100 Punkten aus Wirtsbäumen und Boden, Hauptsaison September bis Oktober.
Morchel
22 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison April bis Mai.
Maipilz
42 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison April bis Mai.
Schwefelporling
19 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison Mai bis Juni und August bis September.
Parasol
91 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison September bis Oktober.
Hallimasch
92 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison Oktober bis November.
Austernseitling
26 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison Oktober bis Februar.
Judasohr
51 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison November bis Mai.

Gute Ecken für Steinpilze

Bewertet nach Wirtsbäumen und Boden in Blöcken von 3 × 3 km, ohne Wetter; was davon gerade zu erwarten ist, zeigt die Karte. Blöcke in Nationalparks sind ausgelassen (Grenzen: OpenStreetMap-Mitwirkende, ODbL), Ortsnamen von GeoNames (CC BY 4.0); in Naturschutzgebieten und Kernzonen gelten eigene Regeln, Sammeln ist dort meist verboten oder eingeschränkt.

Waldviertel auf der Karte

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