Pilze sammeln im Kürnberger Wald
Stand 19.10., 07:25 Uhr: Die besten Chancen haben gerade Judasohr (12 von 100), Hallimasch (11) und Austernseitling (11).
Nach der Baumartenkarte wachsen im Kürnberger Wald vor allem anderes Laubholz und Fichte. Ohne Wetter liegen hier Hallimasch (92 von 100 Punkten), Parasol (90) und Judasohr (73) vorn, der Steinpilz kommt auf 31.

Pilzkarte im Kürnberger Wald öffnen
Seit 2018 sind im Kürnberger Wald große Fichtenbestände durch Trockenheit, Sturm und Borkenkäfer abgestorben oder geräumt worden. Die Baumartenkarte von 2020 zeigt einen Teil davon noch als Fichtenwald, deshalb rechnet die Karte mit Satellitendaten der University of Maryland (Global Forest Change) nach: Wo das Kronendach seit 2018 fehlt, zählt die Fläche für Steinpilz, Pfifferling und Marone kaum noch. Für den Hallimasch zählt sie dagegen mehr, er lebt von geschwächten und toten Bäumen.
Der Kürnberger Wald liegt westlich von Linz zwischen Wilhering und Leonding über der Donau, sein höchster Punkt (526 m) ist rund 5 km von der Linzer Stadtmitte entfernt. Er ist ein Ausläufer des Mühlviertler Hochlands auf Perlgneis, im Westen mit Sandstein und einzelnen Blöcken aus Quarzkonglomerat. Fast der ganze Wald gehört dem Stift Wilhering. Gut ein Drittel der Bäume waren Fichten, dazu wachsen Buche, Eiche, Tanne, Ahorn und Esche, und den Fichten hat der Borkenkäfer seit den Dürrejahren stark zugesetzt. Unter Buche, Fichte und Tanne passt der Steinpilz, auf dem Urgestein Eierschwammerl und Marone, an kranken Fichten der Hallimasch. In Oberösterreich gilt die Grenze des Forstgesetzes von zwei Kilogramm pro Person und Tag, und einige Arten wie Riesenbovist, Bischofsmütze und Brätling sind ganzjährig geschützt. Von Linz fährt der Bus nach Ufer in Wilhering, dort beginnt eine Rundwanderung von 15,6 km durch den Wald.
Aktuelles Wetter im Kürnberger Wald
Wetterfaktor aus den 3 Rasterpunkten, die der Mitte der Region am nächsten liegen (in ihr selbst liegen zu wenige), auf die mittlere Höhe des Waldes von 395 m umgerechnet, Stand 19.10., 07:25 Uhr. Zusammen mit Lebensraum und Boden ergibt das gerade eine Chance von etwa Steinpilz 3, Pfifferling 2, Marone 2, Krause Glucke 2, Schwefelporling 4, Parasol 8, Hallimasch 11, Austernseitling 11 und Judasohr 12 von 100 Punkten; genauer zeigt es die Karte. Gerade keine Saison: Morchel und Maipilz.
Was hinter dem Wetterfaktor steckt, erklärt der Beitrag Wann wachsen Pilze? Was beim Sammeln in Österreich erlaubt ist, steht mit den Gesetzesstellen im Beitrag Pilze sammeln in Österreich, der Schweiz und Liechtenstein. Wie es gerade in ganz Österreich aussieht, zeigt die Pilzlage.
Der Wald
- Fläche auf der Karte
- 12 km², davon 9 km² Wald (81 %)
- Baumarten
- anderes Laubholz 62 %, Fichte 14 %, Buche 10 %, Eiche 6 %, anderes Nadelholz 5 %, Kiefer 3 % (Anteil an der Waldfläche nach der je 10 m dominanten Gattung nach der ForestPaths-Karte von 2020)
- Boden
- pH 5,6, Sand 25 % (Median unter Wald)
Welche Pilze
- Steinpilz
- 31 von 100 Punkten aus Wirtsbäumen und Boden, Hauptsaison August bis Oktober.
- Pfifferling
- 21 von 100 Punkten aus Wirtsbäumen und Boden, Hauptsaison Juli bis Oktober.
- Marone
- 18 von 100 Punkten aus Wirtsbäumen und Boden, Hauptsaison September bis Oktober.
- Krause Glucke
- 8 von 100 Punkten aus Wirtsbäumen und Boden, Hauptsaison September bis Oktober.
- Morchel
- 39 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison April bis Mai.
- Maipilz
- 52 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison April bis Mai.
- Schwefelporling
- 43 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison Mai bis Juni und August bis September.
- Parasol
- 90 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison September bis Oktober.
- Hallimasch
- 92 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison Oktober bis November.
- Austernseitling
- 59 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison Oktober bis Februar.
- Judasohr
- 73 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison November bis Mai.
Gute Ecken für Steinpilze
Bewertet nach Wirtsbäumen und Boden in Blöcken von 3 × 3 km, ohne Wetter; was davon gerade zu erwarten ist, zeigt die Karte. Blöcke in Nationalparks sind ausgelassen (Grenzen: OpenStreetMap-Mitwirkende, ODbL), Ortsnamen von GeoNames (CC BY 4.0); in Naturschutzgebieten und Kernzonen gelten eigene Regeln, Sammeln ist dort meist verboten oder eingeschränkt.
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Umriss des Waldes: © OpenStreetMap-Mitwirkende, ODbL.