Pilze sammeln im Kobernaußerwald
Stand 19.10., 11:15 Uhr: Die besten Chancen haben gerade Hallimasch (47 von 100), Steinpilz (39) und Marone (37).
Nach der Baumartenkarte wachsen im Kobernaußerwald vor allem Fichte und Buche. Ohne Wetter liegen hier Hallimasch (99 von 100 Punkten), Steinpilz (90) und Pfifferling (82) vorn.

Pilzkarte im Kobernaußerwald öffnen
Seit 2018 sind im Kobernaußerwald große Fichtenbestände durch Trockenheit, Sturm und Borkenkäfer abgestorben oder geräumt worden. Die Baumartenkarte von 2020 zeigt einen Teil davon noch als Fichtenwald, deshalb rechnet die Karte mit Satellitendaten der University of Maryland (Global Forest Change) nach: Wo das Kronendach seit 2018 fehlt, zählt die Fläche für Steinpilz, Pfifferling und Marone kaum noch. Für den Hallimasch zählt sie dagegen mehr, er lebt von geschwächten und toten Bäumen.
Der Kobernaußerwald im Innviertel ist mit rund 14.150 ha eines der größten Waldgebiete Mitteleuropas, gut 10.000 ha gehören den Bundesforsten. In der Mitte sind über 90 Prozent der Fläche bewaldet, die höchste Stelle ist der Steiglberg (767 m) mit einer Aussichtswarte. Der Wald steht auf einer Schotterplatte der Molasse mit kalkfreien, sauren Böden. Rund 75 Prozent der Bäume sind Fichten, dazu kommt Rotbuche, auf Kuppen am West- und Nordrand stehen Kiefernwälder mit Heidelbeere. Das passt zum Steinpilz unter Fichte und Tanne, zu Marone und Eierschwammerl auf dem sauren Boden und zur Krausen Glucke unter den Kiefern. Seit 2018 hat der Borkenkäfer hier stark gewütet, an den geschädigten Fichten wächst der Hallimasch. In Oberösterreich gilt die Grenze des Forstgesetzes von zwei Kilogramm pro Person und Tag, und einige Arten wie Riesenbovist, Bischofsmütze und Brätling sind ganzjährig geschützt. Mit der R21 fährst du von Salzburg stündlich nach Friedburg, die Mattigtalbahn hält außerdem in Lengau und Munderfing.
Aktuelles Wetter im Kobernaußerwald
Wetterfaktor aus 3 Rasterpunkten, auf die mittlere Höhe des Waldes von 628 m umgerechnet, Stand 19.10., 11:15 Uhr. Zusammen mit Lebensraum und Boden ergibt das gerade eine Chance von etwa Steinpilz 39, Pfifferling 23, Marone 37, Krause Glucke 18, Schwefelporling 1, Parasol 24, Hallimasch 47, Austernseitling 5 und Judasohr 5 von 100 Punkten; genauer zeigt es die Karte. Gerade keine Saison: Morchel und Maipilz.
Was hinter dem Wetterfaktor steckt, erklärt der Beitrag Wann wachsen Pilze? Was beim Sammeln in Österreich erlaubt ist, steht mit den Gesetzesstellen im Beitrag Pilze sammeln in Österreich, der Schweiz und Liechtenstein. Wie es gerade in ganz Österreich aussieht, zeigt die Pilzlage.
Der Wald
- Fläche auf der Karte
- 174 km², davon 163 km² Wald (94 %)
- Baumarten
- Fichte 83 %, Buche 7 %, anderes Nadelholz 4 %, Kiefer 4 %, anderes Laubholz 2 % (Anteil an der Waldfläche nach der je 10 m dominanten Gattung nach der ForestPaths-Karte von 2020)
- Boden
- pH 4,8, Sand 33 % (Median unter Wald)
Welche Pilze
- Steinpilz
- 90 von 100 Punkten aus Wirtsbäumen und Boden, Hauptsaison August bis Oktober.
- Pfifferling
- 82 von 100 Punkten aus Wirtsbäumen und Boden, Hauptsaison Juli bis Oktober.
- Marone
- 81 von 100 Punkten aus Wirtsbäumen und Boden, Hauptsaison September bis Oktober.
- Krause Glucke
- 28 von 100 Punkten aus Wirtsbäumen und Boden, Hauptsaison September bis Oktober.
- Morchel
- 10 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison April bis Mai.
- Maipilz
- 13 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison April bis Mai.
- Schwefelporling
- 8 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison Mai bis Juni und August bis September.
- Parasol
- 63 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison September bis Oktober.
- Hallimasch
- 99 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison Oktober bis November.
- Austernseitling
- 14 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison Oktober bis Februar.
- Judasohr
- 18 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison November bis Mai.
Gute Ecken für Steinpilze
Bewertet nach Wirtsbäumen und Boden in Blöcken von 3 × 3 km, ohne Wetter; was davon gerade zu erwarten ist, zeigt die Karte. Blöcke in Nationalparks sind ausgelassen (Grenzen: OpenStreetMap-Mitwirkende, ODbL), Ortsnamen von GeoNames (CC BY 4.0); in Naturschutzgebieten und Kernzonen gelten eigene Regeln, Sammeln ist dort meist verboten oder eingeschränkt.
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Umriss des Waldes: © OpenStreetMap-Mitwirkende, ODbL.