Pilze sammeln rund um Graz
Stand 18.10., 17:15 Uhr: Die besten Chancen haben gerade Judasohr (10 von 100), Hallimasch (7) und Steinpilz (5).
Im Umkreis von 40 km um Graz sind 60 % der Fläche Wald, vor allem Fichte und anderes Laubholz. Ohne Wetter liegen hier Parasol (93 von 100 Punkten), Hallimasch (90) und Steinpilz (80) vorn.

Direkt westlich von Graz zieht sich der Plabutsch-Buchkogel-Zug rund 10 km nach Süden, am Fürstenstand 754 m hoch, etwa 15 km nördlich steigt der Schöckl auf 1445 m. Am Plabutsch liegen Kalk und Dolomit unter Laubmischwald, am Buchkogel herrscht die Rotbuche. Am Schöckl kommt Glimmerschiefer dazu, auf dem es saurer ist. Im Grazer Stadtwald sind rund drei Viertel der Bäume Laubbäume, im weiteren Umland überwiegt nach der Baumartenkarte die Fichte. Das passt zum Herrenpilz unter Buche, Eiche und Fichte, auf den Schieferböden auch zu Eierschwammerl und Marone. Im Bezirk Graz-Umgebung haben Borkenkäfer und der Sturm vom 23. Juni 2025 viele Fichten geschädigt, an ihnen wächst der Hallimasch. Der Nordwesthang des Buchkogels ist ein Schießplatz des Bundesheers und gesperrt. In der Steiermark gilt nur die Grenze des Forstgesetzes: höchstens zwei Kilogramm Pilze pro Person und Tag. Zum Schöckl fährt der RegioBus 250 ab Jakominiplatz.
Aktuelles Wetter rund um Graz
Wetterfaktor aus 59 Rasterpunkten, auf die mittlere Höhe des Waldes von 708 m umgerechnet, Stand 18.10., 17:15 Uhr. Zusammen mit Lebensraum und Boden ergibt das gerade eine Chance von etwa Steinpilz 5, Pfifferling 3, Marone 5, Krause Glucke 3, Schwefelporling 1, Parasol 5, Hallimasch 7, Austernseitling 5 und Judasohr 10 von 100 Punkten; genauer zeigt es die Karte. Gerade keine Saison: Morchel und Maipilz.
Was hinter dem Wetterfaktor steckt, erklärt der Beitrag Wann wachsen Pilze? Was beim Sammeln in Österreich erlaubt ist, steht mit den Gesetzesstellen im Beitrag Pilze sammeln in Österreich, der Schweiz und Liechtenstein. Wie es gerade in ganz Österreich aussieht, zeigt die Pilzlage.
Der Wald
- Fläche
- 5.029 km², davon 2.994 km² Wald (60 %)
- Baumarten
- Fichte 62 %, anderes Laubholz 20 %, Buche 12 %, Kiefer 4 % (Anteil an der Waldfläche nach der je 10 m dominanten Gattung nach der ForestPaths-Karte von 2020)
- Boden
- pH 5,6, Sand 36 % (Median unter Wald)
Welche Pilze
- Steinpilz
- 80 von 100 Punkten aus Wirtsbäumen und Boden, Hauptsaison August bis Oktober.
- Pfifferling
- 66 von 100 Punkten aus Wirtsbäumen und Boden, Hauptsaison Juli bis Oktober.
- Marone
- 63 von 100 Punkten aus Wirtsbäumen und Boden, Hauptsaison September bis Oktober.
- Krause Glucke
- 20 von 100 Punkten aus Wirtsbäumen und Boden, Hauptsaison September bis Oktober.
- Morchel
- 25 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison April bis Mai.
- Maipilz
- 49 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison April bis Mai.
- Schwefelporling
- 22 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison Mai bis Juni und August bis September.
- Parasol
- 93 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison September bis Oktober.
- Hallimasch
- 90 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison Oktober bis November.
- Austernseitling
- 29 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison Oktober bis Februar.
- Judasohr
- 62 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison November bis Mai.
Gute Ecken für Steinpilze
Bewertet nach Wirtsbäumen und Boden in Blöcken von 3 × 3 km, ohne Wetter; was davon gerade zu erwarten ist, zeigt die Karte. Blöcke in Nationalparks sind ausgelassen (Grenzen: OpenStreetMap-Mitwirkende, ODbL), Ortsnamen von GeoNames (CC BY 4.0); in Naturschutzgebieten und Kernzonen gelten eigene Regeln, Sammeln ist dort meist verboten oder eingeschränkt.
In der Nähe
Koralpe · Klagenfurt · Nockberge · Wienerwald · St. Pölten · Villach
Steiermark · alle Regionen