Pilze sammeln rund um Villach
Stand 19.10., 20:40 Uhr: Die besten Chancen haben gerade Hallimasch (11 von 100), Judasohr (10) und Marone (7).
Im Umkreis von 40 km um Villach sind auf österreichischer Seite 66 % der Fläche Wald, vor allem Fichte und Buche. Ohne Wetter liegen hier Hallimasch (94 von 100 Punkten), Parasol (90) und Steinpilz (86) vorn.

Pilzkarte rund um Villach öffnen
Westlich von Villach erhebt sich der Dobratsch (Villacher Alpe) mit 2166 m, überwiegend aus Wettersteinkalk. Seine Nordseite trägt ausgedehnte Wälder mit Buche, Fichte und Lärche, dazu Tanne und Eibe, im Süden wächst in der Schütt Schwarzkiefer. Das passt zum Steinpilz unter Buche, Fichte und Tanne. Die Villacher Alpe ist Naturschutzgebiet (689 ha), Europaschutzgebiete gibt es dort, in der Schütt-Graschelitzen und an den Ossiacher Tauern, einem bewaldeten Rücken bis 1069 m am Südufer des Ossiacher Sees. Nördlich von Annenheim steigt die Gerlitzen auf 1909 m, ihr Phyllit und Schiefer geben saurere Böden für Eierschwammerl und Marone. In Kärnten darfst du Pilze nur von 7 bis 18 Uhr sammeln, höchstens zwei Kilogramm pro Person und Tag, Steinpilz und Eierschwammerl nur vom 15. Juni bis 30. September; in Naturschutzgebieten, Europaschutzgebieten und den Kernzonen der Nationalparks ist das Sammeln verboten. In der Steiermark gelten eigene Regeln. Von Villach Hauptbahnhof fährt von Juni bis Oktober mehrmals pro Woche der Naturpark-Shuttle zur Rosstratte am Dobratsch, auf die Gerlitzen führt die Kanzelbahn ab Annenheim.
Aktuelles Wetter rund um Villach
Wetterfaktor aus 49 Rasterpunkten, auf die mittlere Höhe des Waldes von 1.074 m umgerechnet, Stand 19.10., 20:40 Uhr. Zusammen mit Lebensraum und Boden ergibt das gerade eine Chance von etwa Steinpilz 5, Pfifferling 4, Marone 7, Krause Glucke 3, Schwefelporling 1, Parasol 6, Hallimasch 11, Austernseitling 5 und Judasohr 10 von 100 Punkten; genauer zeigt es die Karte. Gerade keine Saison: Morchel und Maipilz.
Was hinter dem Wetterfaktor steckt, erklärt der Beitrag Wann wachsen Pilze? Was beim Sammeln in Österreich erlaubt ist, steht mit den Gesetzesstellen im Beitrag Pilze sammeln in Österreich, der Schweiz und Liechtenstein. Wie es gerade in ganz Österreich aussieht, zeigt die Pilzlage.
Der Wald
- Fläche
- 3.422 km², davon 2.260 km² Wald (66 %)
- Baumarten
- Fichte 78 %, Buche 9 %, anderes Laubholz 8 %, Lärche 3 % (Anteil an der Waldfläche nach der je 10 m dominanten Gattung nach der ForestPaths-Karte von 2020)
- Boden
- pH 5,4, Sand 34 % (Median unter Wald)
Welche Pilze
- Steinpilz
- 86 von 100 Punkten aus Wirtsbäumen und Boden, Hauptsaison August bis Oktober.
- Pfifferling
- 73 von 100 Punkten aus Wirtsbäumen und Boden, Hauptsaison Juli bis Oktober.
- Marone
- 71 von 100 Punkten aus Wirtsbäumen und Boden, Hauptsaison September bis Oktober.
- Krause Glucke
- 23 von 100 Punkten aus Wirtsbäumen und Boden, Hauptsaison September bis Oktober.
- Morchel
- 18 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison April bis Mai.
- Maipilz
- 44 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison April bis Mai.
- Schwefelporling
- 14 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison Mai bis Juni und August bis September.
- Parasol
- 90 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison September bis Oktober.
- Hallimasch
- 94 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison Oktober bis November.
- Austernseitling
- 19 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison Oktober bis Februar.
- Judasohr
- 56 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison November bis Mai.
Gute Ecken für Steinpilze
Bewertet nach Wirtsbäumen und Boden in Blöcken von 3 × 3 km, ohne Wetter; was davon gerade zu erwarten ist, zeigt die Karte. Blöcke in Nationalparks sind ausgelassen (Grenzen: OpenStreetMap-Mitwirkende, ODbL), Ortsnamen von GeoNames (CC BY 4.0); in Naturschutzgebieten und Kernzonen gelten eigene Regeln, Sammeln ist dort meist verboten oder eingeschränkt.
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