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Die Pilzkarte für Deutschland

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Pilze sammeln rund um Siegen

Stand 13.10., 20:05 Uhr: Die besten Chancen haben gerade Hallimasch (71 von 100), Parasol (53) und Steinpilz (41).

Im Umkreis von 40 km um Siegen sind 53 % der Fläche Wald, vor allem Fichte und Buche. Ohne Wetter liegen hier Hallimasch (93 von 100 Punkten), Parasol (84) und Steinpilz (59) vorn.

Karte: Wirtsbäume für den Steinpilz rund um Siegen
Wo die Wirtsbäume des Steinpilzes stehen, von rot (kaum) bis grün (viele). Die Karte der Wirtsbäume zeigt das für jeden Quadratkilometer.

Pilzkarte rund um Siegen öffnen

Seit 2018 sind rund um Siegen große Fichtenbestände durch Trockenheit und Borkenkäfer abgestorben oder geräumt worden. Die Baumartenkarte von 2017/18 zeigt sie noch als Fichtenwald, deshalb rechnet die Karte mit Satellitendaten des DLR nach: Wo das Kronendach seitdem fehlt, zählt die Fläche für Steinpilz, Pfifferling und Marone kaum noch. Für den Hallimasch zählt sie dagegen mehr, er lebt von geschwächten und toten Bäumen.

Typisch für das Siegerland sind die Hauberge, Niederwälder aus Eiche und Birke auf kargen Böden, die rund 200 Genossenschaften gemeinsam bewirtschaften. Nordöstlich beginnt das Rothaargebirge auf Sandstein, Grauwacke und Quarzit, lange geprägt von Fichtenforsten, naturnahe Buchenwälder machen dort etwa ein Drittel aus. Im Süden reicht der Westerwald in den Umkreis. Seit 2018 sind in der Region sehr viele Fichten abgestorben, allein der Forstzweckverband Burbach im Süden muss fast 2000 seiner 5000 Hektar wieder bewalden. Unter Buchen und den verbliebenen Fichten passen Steinpilz, Pfifferling und Marone, wo totes Holz liegt, vor allem der Hallimasch. Seit 2025 gelten wegen der Afrikanischen Schweinepest in Teilen des Kreises Siegen-Wittgenstein Sperrzonen, in denen du auf den Wegen bleiben musst. Ob das noch gilt, steht beim Kreis. In Naturschutzgebieten ist das Sammeln stark eingeschränkt, sonst sind kleine Mengen für den eigenen Bedarf erlaubt. Ohne Auto fährst du mit der Rothaarbahn RB 93 über Kreuztal und Hilchenbach bis Erndtebrück.

Aktuelles Wetter rund um Siegen

Steinpilz69 %
Pfifferling51 %
Marone79 %
Krause Glucke82 %
Schwefelporling16 %
Parasol63 %
Hallimasch77 %
Austernseitling49 %
Judasohr43 %

Wetterfaktor aus 64 Rasterpunkten, Stand 13.10., 20:05 Uhr. Zusammen mit Lebensraum und Boden ergibt das gerade eine Chance von etwa Steinpilz 41, Pfifferling 23, Marone 31, Krause Glucke 11, Schwefelporling 5, Parasol 53, Hallimasch 71, Austernseitling 21 und Judasohr 22 von 100 Punkten; genauer zeigt es die Karte. Gerade keine Saison: Morchel und Maipilz.

Was hinter dem Wetterfaktor steckt, erklärt der Beitrag Wann wachsen Pilze? Wie es gerade in ganz Deutschland aussieht, zeigt die Pilzlage.

Der Wald

Fläche
5.027 km², davon 2.675 km² Wald (53 %)
Baumarten
Fichte 45 %, Buche 30 %, Eiche 11 %, Douglasie 6 %, Lärche 3 %, Birke 3 % (Anteil an der Waldfläche nach der je 10 m dominanten Art, Stand 2017/18)
Boden
pH 5, Sand 21 % (Median unter Wald)

Welche Pilze

Steinpilz
59 von 100 Punkten aus Wirtsbäumen und Boden, Hauptsaison August bis Oktober.
Pfifferling
45 von 100 Punkten aus Wirtsbäumen und Boden, Hauptsaison Juli bis Oktober.
Marone
40 von 100 Punkten aus Wirtsbäumen und Boden, Hauptsaison September bis Oktober.
Krause Glucke
13 von 100 Punkten aus Wirtsbäumen und Boden, Hauptsaison September bis Oktober.
Morchel
16 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison April bis Mai.
Maipilz
41 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison April bis Mai.
Schwefelporling
28 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison Mai bis Juni und August bis September.
Parasol
84 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison September bis Oktober.
Hallimasch
93 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison Oktober bis November.
Austernseitling
44 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison Oktober bis Februar.
Judasohr
51 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison November bis Mai.

Gute Ecken für Steinpilze

Bewertet nach Wirtsbäumen und Boden in Blöcken von 3 × 3 km, ohne Wetter; was davon gerade zu erwarten ist, zeigt die Karte. Blöcke in Nationalparks sind ausgelassen (Grenzen: Bundesamt für Naturschutz (BfN) 2025), Ortsnamen von GeoNames (CC BY 4.0); in Naturschutzgebieten und Kernzonen gelten eigene Regeln, Sammeln ist dort meist verboten oder eingeschränkt.

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