Pilze sammeln im Königsforst
Stand 14.10., 12:55 Uhr: Die besten Chancen haben gerade Hallimasch (85 von 100), Parasol (70) und Steinpilz (50).
Nach der Baumartenkarte wachsen im Königsforst vor allem Eiche und Buche. Ohne Wetter liegen hier Hallimasch (90 von 100 Punkten), Parasol (82) und Steinpilz (58) vorn.

Pilzkarte im Königsforst öffnen
Seit 2018 sind im Königsforst große Fichtenbestände durch Trockenheit und Borkenkäfer abgestorben oder geräumt worden. Die Baumartenkarte von 2017/18 zeigt sie noch als Fichtenwald, deshalb rechnet die Karte mit Satellitendaten des DLR nach: Wo das Kronendach seitdem fehlt, zählt die Fläche für Steinpilz, Pfifferling und Marone kaum noch. Für den Hallimasch zählt sie dagegen mehr, er lebt von geschwächten und toten Bäumen.
Der Königsforst liegt rund 12 km östlich der Kölner Stadtmitte und reicht nach Bergisch Gladbach und Rösrath, 2519 Hektar Staatswald, den das Regionalforstamt Rhein-Sieg-Erft betreut. Nach 1815 pflanzten die Preußen vor allem Kiefern, langfristig sollen wieder heimische Laubbäume wachsen, und in der ersten Hälfte 2020 mussten über 40.000 kranke Bäume fallen, meist Nadelbäume. Der Boden besteht aus Flugsand, sandig-lehmigem Hangschutt über Ton und staunassen Lehmen, stellenweise Niedermoor. Von den Bäumen her passen der Steinpilz unter Eichen und Buchen, die Marone unter Kiefern und der Hallimasch an gefälltem Nadelholz. Die beiden Naturschutzgebiete Königsforst im Rheinisch-Bergischen Kreis und in Köln umfassen zusammen aber fast den ganzen Forst, und in Naturschutzgebieten ist das Pilzesammeln in Nordrhein-Westfalen verboten, ebenso das Verlassen der Wege. Zum Wandern ist der Wald trotzdem gut erreichbar: Die Stadtbahnlinie 9 endet an der Haltestelle Königsforst direkt am Waldrand.
Aktuelles Wetter im Königsforst
Wetterfaktor aus den 3 Rasterpunkten, die der Mitte der Region am nächsten liegen (in ihr selbst liegen zu wenige), Stand 14.10., 12:55 Uhr. Zusammen mit Lebensraum und Boden ergibt das gerade eine Chance von etwa Steinpilz 50, Pfifferling 30, Marone 41, Krause Glucke 12, Schwefelporling 12, Parasol 70, Hallimasch 85, Austernseitling 19 und Judasohr 17 von 100 Punkten; genauer zeigt es die Karte. Gerade keine Saison: Morchel und Maipilz.
Was hinter dem Wetterfaktor steckt, erklärt der Beitrag Wann wachsen Pilze? Wie es gerade in ganz Deutschland aussieht, zeigt die Pilzlage.
Der Wald
- Fläche auf der Karte
- 28 km², davon 26 km² Wald (91 %)
- Baumarten
- Eiche 30 %, Buche 24 %, Douglasie 22 %, Fichte 14 %, Kiefer 5 % (Anteil an der Waldfläche nach der je 10 m dominanten Art, Stand 2017/18)
- Boden
- pH 5, Sand 24 % (Median unter Wald)
Welche Pilze
- Steinpilz
- 58 von 100 Punkten aus Wirtsbäumen und Boden, Hauptsaison August bis Oktober.
- Pfifferling
- 46 von 100 Punkten aus Wirtsbäumen und Boden, Hauptsaison Juli bis Oktober.
- Marone
- 43 von 100 Punkten aus Wirtsbäumen und Boden, Hauptsaison September bis Oktober.
- Krause Glucke
- 13 von 100 Punkten aus Wirtsbäumen und Boden, Hauptsaison September bis Oktober.
- Morchel
- 15 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison April bis Mai.
- Maipilz
- 26 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison April bis Mai.
- Schwefelporling
- 41 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison Mai bis Juni und August bis September.
- Parasol
- 82 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison September bis Oktober.
- Hallimasch
- 90 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison Oktober bis November.
- Austernseitling
- 45 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison Oktober bis Februar.
- Judasohr
- 36 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison November bis Mai.
Gute Ecken für Steinpilze
Bewertet nach Wirtsbäumen und Boden in Blöcken von 3 × 3 km, ohne Wetter; was davon gerade zu erwarten ist, zeigt die Karte. Blöcke in Nationalparks sind ausgelassen (Grenzen: Bundesamt für Naturschutz (BfN) 2025), Ortsnamen von GeoNames (CC BY 4.0); in Naturschutzgebieten und Kernzonen gelten eigene Regeln, Sammeln ist dort meist verboten oder eingeschränkt.
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Umriss des Waldes: © OpenStreetMap-Mitwirkende, ODbL.