Pilze sammeln im Kottenforst
Stand 14.10., 12:01 Uhr: Die besten Chancen haben gerade Hallimasch (63 von 100), Parasol (51) und Steinpilz (39).
Nach der Baumartenkarte wachsen im Kottenforst vor allem Eiche und Buche. Ohne Wetter liegen hier Hallimasch (91 von 100 Punkten), Parasol (79) und Steinpilz (60) vorn.

Pilzkarte im Kottenforst öffnen
Seit 2018 sind im Kottenforst große Fichtenbestände durch Trockenheit und Borkenkäfer abgestorben oder geräumt worden. Die Baumartenkarte von 2017/18 zeigt sie noch als Fichtenwald, deshalb rechnet die Karte mit Satellitendaten des DLR nach: Wo das Kronendach seitdem fehlt, zählt die Fläche für Steinpilz, Pfifferling und Marone kaum noch. Für den Hallimasch zählt sie dagegen mehr, er lebt von geschwächten und toten Bäumen.
Der Kottenforst liegt im Südwesten von Bonn und reicht nach Alfter, Meckenheim, Swisttal, Wachtberg und Bornheim. Er gehört überwiegend dem Land Nordrhein-Westfalen, ein weiterer großer Teil ist Stadtwald der Stadt Bonn. Das Gelände ist eben und staunass, in den Mulden stehen Tümpel, die hier Maare heißen. Seit 2017 sind durch Dürre und Borkenkäfer viele Fichten gestorben, ein Kahlschlag südlich von Ippendorf misst rund 200 Hektar, und neu gepflanzt werden Eiche, Linde, Hainbuche, Vogelkirsche, Esskastanie und Roterle. Von den Bäumen her passen der Steinpilz unter Eichen und Buchen, die Marone unter den verbliebenen Fichten und Kiefern und der Hallimasch an den toten Fichten. Ein großer Teil des Waldes ist aber Naturschutzgebiet, darunter Kottenforst, Waldville, Dürrenbruch und Apfelmaar, und dort ist das Pilzesammeln in Nordrhein-Westfalen verboten, ebenso das Verlassen der Wege. Außerhalb sammelst du in Maßen für den Eigenbedarf. Die Buslinie 602 fährt zur Waldau am Nordrand.
Aktuelles Wetter im Kottenforst
Wetterfaktor aus den 3 Rasterpunkten, die der Mitte der Region am nächsten liegen (in ihr selbst liegen zu wenige), Stand 14.10., 12:01 Uhr. Zusammen mit Lebensraum und Boden ergibt das gerade eine Chance von etwa Steinpilz 39, Pfifferling 20, Marone 26, Krause Glucke 6, Schwefelporling 17, Parasol 51, Hallimasch 63, Austernseitling 18 und Judasohr 18 von 100 Punkten; genauer zeigt es die Karte. Gerade keine Saison: Morchel und Maipilz.
Was hinter dem Wetterfaktor steckt, erklärt der Beitrag Wann wachsen Pilze? Wie es gerade in ganz Deutschland aussieht, zeigt die Pilzlage.
Der Wald
- Fläche auf der Karte
- 29 km², davon 25 km² Wald (85 %)
- Baumarten
- Eiche 51 %, Buche 18 %, Douglasie 14 %, Fichte 9 %, Kiefer 4 % (Anteil an der Waldfläche nach der je 10 m dominanten Art, Stand 2017/18)
- Boden
- pH 5,5, Sand 15 % (Median unter Wald)
Welche Pilze
- Steinpilz
- 60 von 100 Punkten aus Wirtsbäumen und Boden, Hauptsaison August bis Oktober.
- Pfifferling
- 39 von 100 Punkten aus Wirtsbäumen und Boden, Hauptsaison Juli bis Oktober.
- Marone
- 36 von 100 Punkten aus Wirtsbäumen und Boden, Hauptsaison September bis Oktober.
- Krause Glucke
- 8 von 100 Punkten aus Wirtsbäumen und Boden, Hauptsaison September bis Oktober.
- Morchel
- 23 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison April bis Mai.
- Maipilz
- 42 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison April bis Mai.
- Schwefelporling
- 59 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison Mai bis Juni und August bis September.
- Parasol
- 79 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison September bis Oktober.
- Hallimasch
- 91 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison Oktober bis November.
- Austernseitling
- 49 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison Oktober bis Februar.
- Judasohr
- 48 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison November bis Mai.
Gute Ecken für Steinpilze
Bewertet nach Wirtsbäumen und Boden in Blöcken von 3 × 3 km, ohne Wetter; was davon gerade zu erwarten ist, zeigt die Karte. Blöcke in Nationalparks sind ausgelassen (Grenzen: Bundesamt für Naturschutz (BfN) 2025), Ortsnamen von GeoNames (CC BY 4.0); in Naturschutzgebieten und Kernzonen gelten eigene Regeln, Sammeln ist dort meist verboten oder eingeschränkt.
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Umriss des Waldes: © OpenStreetMap-Mitwirkende, ODbL.