Pilze sammeln in der Eifel
Stand 10.10., 03:40 Uhr: Die besten Chancen haben gerade Hallimasch (68 von 100), Parasol (64) und Steinpilz (55).
Die Eifel ist zu 40 % bewaldet (2.547 km²), vor allem mit Buche und Fichte. Ohne Wetter liegen hier Hallimasch (84 von 100 Punkten), Parasol (80) und Steinpilz (68) vorn.

Seit 2018 sind in der Eifel große Fichtenbestände durch Trockenheit und Borkenkäfer abgestorben oder geräumt worden. Die Baumartenkarte von 2017/18 zeigt sie noch als Fichtenwald, deshalb rechnet die Karte mit Satellitendaten des DLR nach: Wo das Kronendach seitdem fehlt, zählt die Fläche für Steinpilz, Pfifferling und Marone kaum noch. Für den Hallimasch zählt sie dagegen mehr, er lebt von geschwächten und toten Bäumen.
Die Eifel liegt zwischen Aachen, Bonn, Koblenz und Trier, ein Mittelgebirge aus welligen Hochflächen und tief eingeschnittenen Tälern, in der Vulkaneifel mit Maaren und Vulkankegeln. Die Böden auf Schiefer und Grauwacke sind überwiegend sauer, neben Buchen- und Eichenwäldern standen große Fichtenforste, die seit 2018 durch Dürre und Borkenkäfer stark gelichtet wurden. Für Steinpilz, Pfifferling und Marone sind die sauren Standorte günstig, die Kalkmulden in der mittleren Eifel weniger.
Aktuelles Wetter in der Eifel
Wetterfaktor aus 80 Rasterpunkten, Stand 10.10., 03:40 Uhr. Zusammen mit Lebensraum und Boden ergibt das gerade eine Chance von etwa Steinpilz 55, Pfifferling 38, Marone 27, Krause Glucke 12, Schwefelporling 13, Parasol 64, Hallimasch 68, Austernseitling 20 und Judasohr 31 von 100 Punkten; genauer zeigt es die Karte. Gerade keine Saison: Morchel und Maipilz.
Was hinter dem Wetterfaktor steckt, erklärt der Beitrag Wann wachsen Pilze? Wie es gerade in ganz Deutschland aussieht, zeigt die Pilzlage.
Der Wald
- Fläche
- 6.335 km², davon 2.547 km² Wald (40 %)
- Baumarten
- Buche 36 %, Fichte 27 %, Douglasie 18 %, Eiche 13 % (Anteil an der Waldfläche nach der je 10 m dominanten Art, Stand 2017/18)
- Boden
- pH 5,5, Sand 22 % (Median unter Wald)
Welche Pilze
- Steinpilz
- 68 von 100 Punkten aus Wirtsbäumen und Boden, Hauptsaison August bis Oktober.
- Pfifferling
- 49 von 100 Punkten aus Wirtsbäumen und Boden, Hauptsaison Juli bis Oktober.
- Marone
- 32 von 100 Punkten aus Wirtsbäumen und Boden, Hauptsaison September bis Oktober.
- Krause Glucke
- 12 von 100 Punkten aus Wirtsbäumen und Boden, Hauptsaison September bis Oktober.
- Morchel
- 20 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison April bis Mai.
- Maipilz
- 53 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison April bis Mai.
- Schwefelporling
- 30 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison Mai bis Juni und August bis September.
- Parasol
- 80 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison September bis Oktober.
- Hallimasch
- 84 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison Oktober bis November.
- Austernseitling
- 44 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison Oktober bis Februar.
- Judasohr
- 57 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison November bis Mai.
Gute Ecken für Steinpilze
Bewertet nach Wirtsbäumen und Boden in Blöcken von 3 × 3 km, ohne Wetter; was davon gerade zu erwarten ist, zeigt die Karte. Blöcke in Nationalparks sind ausgelassen (Grenzen: Bundesamt für Naturschutz (BfN) 2025), Ortsnamen von GeoNames (CC BY 4.0); in Naturschutzgebieten und Kernzonen gelten eigene Regeln, Sammeln ist dort meist verboten oder eingeschränkt.
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