Pilze sammeln rund um Koblenz
Stand 14.10., 12:01 Uhr: Die besten Chancen haben gerade Hallimasch (47 von 100), Parasol (39) und Steinpilz (33).
Im Umkreis von 40 km um Koblenz sind 42 % der Fläche Wald, vor allem Buche und Eiche. Ohne Wetter liegen hier Hallimasch (86 von 100 Punkten), Parasol (82) und Judasohr (66) vorn, der Steinpilz kommt auf 64.

Pilzkarte rund um Koblenz öffnen
Seit 2018 sind rund um Koblenz große Fichtenbestände durch Trockenheit und Borkenkäfer abgestorben oder geräumt worden. Die Baumartenkarte von 2017/18 zeigt sie noch als Fichtenwald, deshalb rechnet die Karte mit Satellitendaten des DLR nach: Wo das Kronendach seitdem fehlt, zählt die Fläche für Steinpilz, Pfifferling und Marone kaum noch. Für den Hallimasch zählt sie dagegen mehr, er lebt von geschwächten und toten Bäumen.
Südlich von Koblenz liegt am Rand des Hunsrücks der Koblenzer Stadtwald, rund 2800 Hektar, mit Schieferklippen über dem Rhein. Nach der letzten Forsteinrichtung stehen dort zu 53 Prozent Buchen und zu 19 Prozent Eichen, dazu 9 Prozent Fichten. Nach 2018 vervierfachte sich der Einschlag geschädigter Fichten, und rechts des Rheins entstanden große Kahlflächen. Östlich um die Lahn liegt der Naturpark Nassau mit 562 km², nördlich rechts des Rheins der Naturpark Rhein-Westerwald mit rund 470 km² und den Kernzonen Rheinbrohler und Heimbacher Wald. Unter Buchen und Eichen passt der Steinpilz, unter Fichten und Kiefern die Marone, an den abgestorbenen Fichten der Hallimasch. Das Naturschutzgebiet Laacher See liegt rund 24 km westlich. In Rheinland-Pfalz erlaubt das Bundesnaturschutzgesetz Pilze in geringen Mengen für den persönlichen Bedarf, nicht dort, wo ein Betretungsverbot gilt.
Aktuelles Wetter rund um Koblenz
Wetterfaktor aus 65 Rasterpunkten, Stand 14.10., 12:01 Uhr. Zusammen mit Lebensraum und Boden ergibt das gerade eine Chance von etwa Steinpilz 33, Pfifferling 16, Marone 20, Krause Glucke 4, Schwefelporling 10, Parasol 39, Hallimasch 47, Austernseitling 24 und Judasohr 24 von 100 Punkten; genauer zeigt es die Karte. Gerade keine Saison: Morchel und Maipilz.
Was hinter dem Wetterfaktor steckt, erklärt der Beitrag Wann wachsen Pilze? Wie es gerade in ganz Deutschland aussieht, zeigt die Pilzlage.
Der Wald
- Fläche
- 5.027 km², davon 2.099 km² Wald (42 %)
- Baumarten
- Buche 43 %, Eiche 22 %, Douglasie 14 %, Fichte 13 %, Lärche 3 % (Anteil an der Waldfläche nach der je 10 m dominanten Art, Stand 2017/18)
- Boden
- pH 5,7, Sand 21 % (Median unter Wald)
Welche Pilze
- Steinpilz
- 64 von 100 Punkten aus Wirtsbäumen und Boden, Hauptsaison August bis Oktober.
- Pfifferling
- 43 von 100 Punkten aus Wirtsbäumen und Boden, Hauptsaison Juli bis Oktober.
- Marone
- 35 von 100 Punkten aus Wirtsbäumen und Boden, Hauptsaison September bis Oktober.
- Krause Glucke
- 7 von 100 Punkten aus Wirtsbäumen und Boden, Hauptsaison September bis Oktober.
- Morchel
- 25 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison April bis Mai.
- Maipilz
- 59 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison April bis Mai.
- Schwefelporling
- 41 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison Mai bis Juni und August bis September.
- Parasol
- 82 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison September bis Oktober.
- Hallimasch
- 86 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison Oktober bis November.
- Austernseitling
- 57 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison Oktober bis Februar.
- Judasohr
- 66 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison November bis Mai.
Gute Ecken für Steinpilze
Bewertet nach Wirtsbäumen und Boden in Blöcken von 3 × 3 km, ohne Wetter; was davon gerade zu erwarten ist, zeigt die Karte. Blöcke in Nationalparks sind ausgelassen (Grenzen: Bundesamt für Naturschutz (BfN) 2025), Ortsnamen von GeoNames (CC BY 4.0); in Naturschutzgebieten und Kernzonen gelten eigene Regeln, Sammeln ist dort meist verboten oder eingeschränkt.
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