Pilze sammeln im Zürcher Oberland
Stand 18.10., 15:35 Uhr: Die besten Chancen haben gerade Hallimasch (59 von 100), Parasol (53) und Steinpilz (45).
Das Zürcher Oberland ist zu 41 % bewaldet (138 km²), vor allem mit Fichte und Buche. Ohne Wetter liegen hier Parasol (96 von 100 Punkten), Hallimasch (86) und Steinpilz (81) vorn.

Pilzkarte im Zürcher Oberland öffnen
Seit 2018 sind im Zürcher Oberland große Fichtenbestände durch Trockenheit, Sturm und Borkenkäfer abgestorben oder geräumt worden. Die Baumartenkarte von 2020 zeigt einen Teil davon noch als Fichtenwald, deshalb rechnet die Karte mit Satellitendaten der University of Maryland (Global Forest Change) nach: Wo das Kronendach seit 2018 fehlt, zählt die Fläche für Steinpilz, Pfifferling und Marone kaum noch. Für den Hallimasch zählt sie dagegen mehr, er lebt von geschwächten und toten Bäumen.
Im Osten des Kantons Zürich liegt das waldreiche Tößbergland mit Bachtel (1115 m), Hörnli (1133 m) und dem Schnebelhorn (1291 m), dem höchsten Punkt des Kantons. Der Untergrund ist Molasse aus Sandstein und Nagelfluh. Bewaldet sind vor allem die steilen Hänge und Tobel, über etwa 800 bis 900 m wachsen Mischwälder mit viel Buche, dazu Fichten aus früheren Aufforstungen. Das passt zum Steinpilz unter Buche und Fichte und zu Eierschwamm und Marone unter Fichten. Seit 2018 hat der Borkenkäfer im Oberland viele Fichten getötet, auch Buchen und Tannen trocknen aus, an ihnen wächst der Hallimasch. Im Waldreservat Hüttkopf am Schnebelhorn wird nicht mehr geforstet. Im Kanton Zürich darfst du vom 1. bis 10. jedes Monats keine Pilze sammeln, an den übrigen Tagen höchstens ein Kilogramm pro Person. Ohne Auto fährst du mit der S26 durch das Tößtal nach Turbenthal, Bauma und Wald.
Aktuelles Wetter im Zürcher Oberland
Wetterfaktor aus 4 Rasterpunkten, auf die mittlere Höhe des Waldes von 718 m umgerechnet, Stand 18.10., 15:35 Uhr. Zusammen mit Lebensraum und Boden ergibt das gerade eine Chance von etwa Steinpilz 45, Pfifferling 17, Marone 35, Krause Glucke 10, Schwefelporling 5, Parasol 53, Hallimasch 59, Austernseitling 19 und Judasohr 26 von 100 Punkten; genauer zeigt es die Karte. Gerade keine Saison: Morchel und Maipilz.
Was hinter dem Wetterfaktor steckt, erklärt der Beitrag Wann wachsen Pilze? Was beim Sammeln in der Schweiz erlaubt ist, steht mit den Gesetzesstellen im Beitrag Pilze sammeln in Österreich, der Schweiz und Liechtenstein. Wie es gerade in der ganzen Schweiz aussieht, zeigt die Pilzlage.
Der Wald
- Fläche
- 339 km², davon 138 km² Wald (41 %)
- Baumarten
- Fichte 46 %, Buche 31 %, anderes Laubholz 19 %, anderes Nadelholz 2 % (Anteil an der Waldfläche nach der je 10 m dominanten Gattung nach der ForestPaths-Karte von 2020)
- Boden
- pH 5,9, Sand 39 % (Median unter Wald)
Welche Pilze
- Steinpilz
- 81 von 100 Punkten aus Wirtsbäumen und Boden, Hauptsaison August bis Oktober.
- Pfifferling
- 61 von 100 Punkten aus Wirtsbäumen und Boden, Hauptsaison Juli bis Oktober.
- Marone
- 52 von 100 Punkten aus Wirtsbäumen und Boden, Hauptsaison September bis Oktober.
- Krause Glucke
- 15 von 100 Punkten aus Wirtsbäumen und Boden, Hauptsaison September bis Oktober.
- Morchel
- 28 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison April bis Mai.
- Maipilz
- 66 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison April bis Mai.
- Schwefelporling
- 26 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison Mai bis Juni und August bis September.
- Parasol
- 96 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison September bis Oktober.
- Hallimasch
- 86 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison Oktober bis November.
- Austernseitling
- 43 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison Oktober bis Februar.
- Judasohr
- 71 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison November bis Mai.
Gute Ecken für Steinpilze
Bewertet nach Wirtsbäumen und Boden in Blöcken von 3 × 3 km, ohne Wetter; was davon gerade zu erwarten ist, zeigt die Karte. Blöcke in Nationalparks sind ausgelassen (Grenzen: OpenStreetMap-Mitwirkende, ODbL), Ortsnamen von GeoNames (CC BY 4.0); in Naturschutzgebieten und Kernzonen gelten eigene Regeln, Sammeln ist dort meist verboten oder eingeschränkt.
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