Die Pilzkarte für Deutschland, Österreich und die Schweiz

So funktioniert die Karte

Sporensuche schätzt für jeden Quadratkilometer in Deutschland, Österreich und der Schweiz, wie sehr sich die Pilzsuche gerade lohnt. Die Karte berechnet das aus drei Dingen: aus dem Lebensraum der Zelle, also den Baumarten, weil jede Pilzart ihre Wirtsbäume braucht, und für einige Arten auch Wiesen, Hecken, Streuobst, Parks, Flussauen und Waldrändern, dazu aus dem Boden mit pH-Wert und Sandanteil und aus dem Pilzwetter der letzten Wochen: dem Regen, aus dem die Pilze von heute gewachsen sind, der Wasserbilanz der letzten 45 Tage, Temperatur, Bodenfeuchte, Frost und Schnee. Grün steht für gute Bedingungen, Rot für schlechte.

Im Bedienfeld an der Karte wählst du die Pilzart und die Ebene: Chance zeigt alles zusammen, Wirtsbäume (bei den Arten mit offenem Land: Lebensraum), Wetter und Boden zeigen die Teile einzeln, damit du siehst, woran es an einer Stelle hängt. Ein Klick auf eine Zelle zeigt die Werte dahinter, der Griff an der Legende blendet schwache Zellen aus. Das Wetter kommt laufend neu von den Modellen des DWD und des ECMWF.

Die Ebene Strahlung zeigt, wie viel Cäsium-137 heute im Boden liegt, vor allem noch aus dem Fallout von Tschernobyl 1986. Davon hängt ab, wie stark Waldpilze belastet sein können: Im Süden Bayerns und in Teilen Österreichs liegt zehnmal so viel wie im Norden Deutschlands. Die Werte für Österreich kommen aus den Messpunkten der Cäsiumkarte des Umweltbundesamts. Für Deutschland rechnet die Karte sie aus der Strahlung des Cäsiums um, die die Messnetze von Bund und Ländern seit 2020 an rund 2 200 Stellen messen; diese Schätzung kann örtlich um bis zu das Doppelte danebenliegen. Für die Schweiz und Liechtenstein gibt es keine offenen Daten. Die Strahlung fließt nicht in die Chance ein. Welche Pilze wie viel Cäsium aufnehmen, steht im Beitrag Sind Pilze noch radioaktiv?.

In Österreich, der Schweiz und Liechtenstein kommen die Baumarten aus einer Karte der Baumgattungen für ganz Europa, die Flussauen aus den Aueninventaren der beiden Länder und der Kronendachverlust aus einer weltweiten Waldkarte. Überall rechnet die Karte die Temperaturen auf die Höhe jeder Zelle um und lässt die Saison in den Bergen früher enden, weil zwei Wetterpunkte dort oft Hunderte Höhenmeter auseinanderliegen.

Mit dem Regler unter den Ebenen schaust du bis zu einer Woche voraus. Pilze kommen ein bis drei Wochen nach einem kräftigen Regen. Für die nächsten fünf Tage ist der Regen, auf den es dabei ankommt, also schon gefallen, vorhergesagt sind vor allem Temperatur und Bodenfeuchte. Weiter voraus zählt auch vorhergesagter Regen.

Die Karte zeigt Wuchsbedingungen, keine Funde. Sie bestimmt keine Pilze und sagt nichts über die Essbarkeit. Wie das Modell rechnet, steht im Beitrag Wann wachsen Pilze?, was beim Sammeln erlaubt ist, unter Pilze sammeln: Regeln und Mengen.

Pilze sammeln in der Nähe

Der Knopf mit dem Pfeil oben links an der Karte springt zu deinem Standort. Dann siehst du, welche Wälder im Umkreis gerade grün sind, und ein Klick auf eine Zelle zeigt Baumarten, Boden und das Wetter der letzten Wochen dort. Der Standort bleibt im Browser und wird nicht an Sporensuche geschickt. Für die größeren Städte und Waldgebiete gibt es eigene Seiten mit den besten Ecken im Umland, siehe unten.

Pilzwetter aktuell

Welche Regionen gerade vorn liegen, zeigt die stündlich neu berechnete Pilzlage. Wann welche Art Saison hat, steht im Pilzkalender.

Pilzbrief: Bescheid, wenn eine Pilzsaison beginnt. Nicht mehr als eine Handvoll Mails im Jahr, ohne Tracking, abmelden mit einem Klick.

Erst kommt eine Mail zum Bestätigen. Was gespeichert wird, steht unter Datenschutz.

Pilze

Morchel · Maipilz · Schwefelporling · Pfifferling · Steinpilz · Parasol · Marone · Krause Glucke · Hallimasch · Austernseitling · Judasohr · alle Arten

Pilze sammeln nach Region

Harz · Schwarzwald · Bayerischer Wald · Eifel · Sauerland · Erzgebirge · Thüringer Wald · Lüneburger Heide · Pfälzerwald · Spessart

Rund um die Städte: Berlin · Hamburg · München · Köln · Frankfurt · Stuttgart · Leipzig · Dresden · alle Regionen und Bundesländer

Quellen

Thünen Baumarten 2017/18 · Open-Meteo · SoilGrids · Copernicus · BfN Flussauen · DLR Kronendachverlust · ForestPaths Baumgattungen · Hansen Global Forest Change · Aueninventar Österreich · BAFU Auengebiete · Copernicus DEM · BfS IMIS · Umweltbundesamt Cäsiumkarte (Datenquellen: Ämter der Landesregierungen, BMLRT, BMK, Umweltbundesamt GmbH, © BEV 2002) · © EuroGeographics bezüglich der Verwaltungsgrenzen · © OpenStreetMap · Methode