Pilze sammeln im Thüringer Wald
Stand 10.10., 03:55 Uhr: Die besten Chancen haben gerade Hallimasch (65 von 100), Steinpilz (50) und Parasol (49).
Der Thüringer Wald ist zu 68 % bewaldet (836 km²), vor allem mit Fichte und Buche. Ohne Wetter liegen hier Hallimasch (95 von 100 Punkten), Parasol (78) und Steinpilz (76) vorn.

Pilzkarte im Thüringer Wald öffnen
Seit 2018 sind im Thüringer Wald große Fichtenbestände durch Trockenheit und Borkenkäfer abgestorben oder geräumt worden. Die Baumartenkarte von 2017/18 zeigt sie noch als Fichtenwald, deshalb rechnet die Karte mit Satellitendaten des DLR nach: Wo das Kronendach seitdem fehlt, zählt die Fläche für Steinpilz, Pfifferling und Marone kaum noch. Für den Hallimasch zählt sie dagegen mehr, er lebt von geschwächten und toten Bäumen.
Der Thüringer Wald ist ein schmaler, lang gestreckter Kamm von Eisenach nach Südosten, über den der Rennsteig läuft, und erreicht am Großen Beerberg knapp 1000 m. Auf Porphyr, Granit und Schiefer sind die Böden sauer, lange prägten Fichten den Wald, von denen seit 2018 große Flächen durch Dürre und Borkenkäfer abgestorben sind. Buchenwälder und die verbliebenen Fichten bieten Steinpilz, Pfifferling und Marone gute Standorte.
Aktuelles Wetter im Thüringer Wald
Wetterfaktor aus 16 Rasterpunkten, Stand 10.10., 03:55 Uhr. Zusammen mit Lebensraum und Boden ergibt das gerade eine Chance von etwa Steinpilz 50, Pfifferling 42, Marone 37, Krause Glucke 19, Schwefelporling 5, Parasol 49, Hallimasch 65, Austernseitling 14 und Judasohr 21 von 100 Punkten; genauer zeigt es die Karte. Gerade keine Saison: Morchel und Maipilz.
Was hinter dem Wetterfaktor steckt, erklärt der Beitrag Wann wachsen Pilze? Wie es gerade in ganz Deutschland aussieht, zeigt die Pilzlage.
Der Wald
- Fläche
- 1.228 km², davon 836 km² Wald (68 %)
- Baumarten
- Fichte 72 %, Buche 21 %, Lärche 2 % (Anteil an der Waldfläche nach der je 10 m dominanten Art, Stand 2017/18)
- Boden
- pH 5, Sand 23 % (Median unter Wald)
Welche Pilze
- Steinpilz
- 76 von 100 Punkten aus Wirtsbäumen und Boden, Hauptsaison August bis Oktober.
- Pfifferling
- 62 von 100 Punkten aus Wirtsbäumen und Boden, Hauptsaison Juli bis Oktober.
- Marone
- 53 von 100 Punkten aus Wirtsbäumen und Boden, Hauptsaison September bis Oktober.
- Krause Glucke
- 20 von 100 Punkten aus Wirtsbäumen und Boden, Hauptsaison September bis Oktober.
- Morchel
- 14 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison April bis Mai.
- Maipilz
- 33 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison April bis Mai.
- Schwefelporling
- 15 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison Mai bis Juni und August bis September.
- Parasol
- 78 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison September bis Oktober.
- Hallimasch
- 95 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison Oktober bis November.
- Austernseitling
- 30 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison Oktober bis Februar.
- Judasohr
- 39 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison November bis Mai.
Gute Ecken für Steinpilze
Bewertet nach Wirtsbäumen und Boden in Blöcken von 3 × 3 km, ohne Wetter; was davon gerade zu erwarten ist, zeigt die Karte. Blöcke in Nationalparks sind ausgelassen (Grenzen: Bundesamt für Naturschutz (BfN) 2025), Ortsnamen von GeoNames (CC BY 4.0); in Naturschutzgebieten und Kernzonen gelten eigene Regeln, Sammeln ist dort meist verboten oder eingeschränkt.
In der Nähe
Erfurt · Rhön · Frankenwald · Kassel · Vogelsberg · Steigerwald
Thüringen · alle Regionen