Pilze sammeln im Engadin
Stand 19.10., 20:35 Uhr: Die besten Chancen haben gerade Judasohr (18 von 100), Hallimasch (7) und Austernseitling (6).
Das Engadin ist zu 24 % bewaldet (320 km²), vor allem mit Fichte und Latsche und Zirbe. Ohne Wetter liegen hier Parasol (96 von 100 Punkten), Hallimasch (88) und Judasohr (70) vorn, der Steinpilz kommt auf 64.

Das Engadin ist mit mehr als 80 km Länge eines der höchstgelegenen bewohnten Täler Europas. Im Oberengadin liegt der Talboden auf 1600 bis 1800 m, im Unterengadin fällt er von 1610 auf 1019 m. Nadelwälder steigen an Nordhängen bis etwa 1800 m, Lärchenwälder an Südhängen bis 2100 m, im Oberengadin prägen Arven und Lärchen das Bild, etwa im Stazerwald bei Celerina. Die Arve bevorzugt saure Rohhumusböden. Steinpilz und Eierschwamm passen unter Fichte, der Hallimasch an Sturmholz und geschwächte Bäume. Im Schweizerischen Nationalpark (170 km²) darfst du nichts mitnehmen und die Wege nicht verlassen, in Pontresina und Samedan gibt es Pilzschutzgebiete. In Graubünden darfst du vom 1. bis 10. jedes Monats keine Pilze sammeln, an den übrigen Tagen höchstens zwei Kilogramm pro Person und Tag; Gruppen von mehr als drei Personen dürfen nicht sammeln, Familien ausgenommen, und in den Pilzschutzgebieten ist es ganz verboten. Die RhB fährt über die Albulalinie nach Samedan und St. Moritz, die Engadiner Linie weiter über Zernez nach Scuol-Tarasp.
Aktuelles Wetter im Engadin
Wetterfaktor aus 17 Rasterpunkten, auf die mittlere Höhe des Waldes von 1.857 m umgerechnet, Stand 19.10., 20:35 Uhr. Zusammen mit Lebensraum und Boden ergibt das gerade eine Chance von etwa Steinpilz 1, Pfifferling 0, Marone 1, Schwefelporling 1, Parasol 4, Hallimasch 7, Austernseitling 6 und Judasohr 18 von 100 Punkten; genauer zeigt es die Karte. Gerade keine Saison: Morchel und Maipilz.
Was hinter dem Wetterfaktor steckt, erklärt der Beitrag Wann wachsen Pilze? Was beim Sammeln in der Schweiz erlaubt ist, steht mit den Gesetzesstellen im Beitrag Pilze sammeln in Österreich, der Schweiz und Liechtenstein. Wie es gerade in der ganzen Schweiz aussieht, zeigt die Pilzlage.
Der Wald
- Fläche
- 1.334 km², davon 320 km² Wald (24 %)
- Baumarten
- Fichte 52 %, Latsche und Zirbe 15 %, Lärche 15 %, anderes Laubholz 14 % (Anteil an der Waldfläche nach der je 10 m dominanten Gattung nach der ForestPaths-Karte von 2020)
- Boden
- pH 5,8, Sand 48 % (Median unter Wald)
Welche Pilze
- Steinpilz
- 64 von 100 Punkten aus Wirtsbäumen und Boden, Hauptsaison August bis Oktober.
- Pfifferling
- 51 von 100 Punkten aus Wirtsbäumen und Boden, Hauptsaison Juli bis Oktober.
- Marone
- 58 von 100 Punkten aus Wirtsbäumen und Boden, Hauptsaison September bis Oktober.
- Krause Glucke
- ? von 100 Punkten aus Wirtsbäumen und Boden, Hauptsaison September bis Oktober.
- Morchel
- 21 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison April bis Mai.
- Maipilz
- 57 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison April bis Mai.
- Schwefelporling
- 13 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison Mai bis Juni und August bis September.
- Parasol
- 96 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison September bis Oktober.
- Hallimasch
- 88 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison Oktober bis November.
- Austernseitling
- 15 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison Oktober bis Februar.
- Judasohr
- 70 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison November bis Mai.
Gute Ecken für Steinpilze
Bewertet nach Wirtsbäumen und Boden in Blöcken von 3 × 3 km, ohne Wetter; was davon gerade zu erwarten ist, zeigt die Karte. Blöcke in Nationalparks sind ausgelassen (Grenzen: OpenStreetMap-Mitwirkende, ODbL), Ortsnamen von GeoNames (CC BY 4.0); in Naturschutzgebieten und Kernzonen gelten eigene Regeln, Sammeln ist dort meist verboten oder eingeschränkt.
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