Pilze sammeln im Tharandter Wald
Stand 14.10., 13:05 Uhr: Die besten Chancen haben gerade Hallimasch (41 von 100), Marone (31) und Steinpilz (30).
Nach der Baumartenkarte wachsen im Tharandter Wald vor allem Fichte und Lärche. Ohne Wetter liegen hier Hallimasch (97 von 100 Punkten), Steinpilz (80) und Parasol (77) vorn.

Pilzkarte im Tharandter Wald öffnen
Seit 2018 sind im Tharandter Wald große Fichtenbestände durch Trockenheit und Borkenkäfer abgestorben oder geräumt worden. Die Baumartenkarte von 2017/18 zeigt sie noch als Fichtenwald, deshalb rechnet die Karte mit Satellitendaten des DLR nach: Wo das Kronendach seitdem fehlt, zählt die Fläche für Steinpilz, Pfifferling und Marone kaum noch. Für den Hallimasch zählt sie dagegen mehr, er lebt von geschwächten und toten Bäumen.
Der Tharandter Wald liegt rund 20 km südwestlich von Dresden und wird vom Forstbezirk Bärenfels von Sachsenforst bewirtschaftet. Das Gebiet umfasst rund 7100 Hektar, etwa 85 Prozent davon Wald. Nach 1750 wurde er mit Fichte aufgeforstet, und sie herrscht bis heute vor, dahinter folgen Kiefer und Rotbuche. Auf lössartigem Untergrund sind die Böden meist staunass, auf Sand ausgewaschen. Im Norden am Landberg wachsen auf Basalt nährstoffreiche Böden und der größte Buchenwald der Hochfläche. Im Revier Grillenburg fielen 2018 rund 12.000 Festmeter Sturmholz an, im Sommer folgte der Borkenkäfer in den Fichten. Unter Fichten passen Marone und Steinpilz, unter den Buchen am Landberg der Steinpilz, an den toten Fichten der Hallimasch. Der Wald ist Landschaftsschutzgebiet, und in Sachsen darfst du Pilze für den persönlichen Bedarf sammeln. Mitten im Wald hält in Grillenburg der Bus.
Aktuelles Wetter im Tharandter Wald
Wetterfaktor aus den 3 Rasterpunkten, die der Mitte der Region am nächsten liegen (in ihr selbst liegen zu wenige), Stand 14.10., 13:05 Uhr. Zusammen mit Lebensraum und Boden ergibt das gerade eine Chance von etwa Steinpilz 30, Pfifferling 18, Marone 31, Krause Glucke 14, Schwefelporling 2, Parasol 27, Hallimasch 41, Austernseitling 5 und Judasohr 11 von 100 Punkten; genauer zeigt es die Karte. Gerade keine Saison: Morchel und Maipilz.
Was hinter dem Wetterfaktor steckt, erklärt der Beitrag Wann wachsen Pilze? Wie es gerade in ganz Deutschland aussieht, zeigt die Pilzlage.
Der Wald
- Fläche auf der Karte
- 56 km², davon 44 km² Wald (78 %)
- Baumarten
- Fichte 70 %, Lärche 8 %, Buche 7 %, Eiche 6 %, Kiefer 4 %, Douglasie 3 % (Anteil an der Waldfläche nach der je 10 m dominanten Art, Stand 2017/18)
- Boden
- pH 5,4, Sand 34 % (Median unter Wald)
Welche Pilze
- Steinpilz
- 80 von 100 Punkten aus Wirtsbäumen und Boden, Hauptsaison August bis Oktober.
- Pfifferling
- 68 von 100 Punkten aus Wirtsbäumen und Boden, Hauptsaison Juli bis Oktober.
- Marone
- 68 von 100 Punkten aus Wirtsbäumen und Boden, Hauptsaison September bis Oktober.
- Krause Glucke
- 26 von 100 Punkten aus Wirtsbäumen und Boden, Hauptsaison September bis Oktober.
- Morchel
- 14 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison April bis Mai.
- Maipilz
- 23 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison April bis Mai.
- Schwefelporling
- 13 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison Mai bis Juni und August bis September.
- Parasol
- 77 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison September bis Oktober.
- Hallimasch
- 97 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison Oktober bis November.
- Austernseitling
- 17 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison Oktober bis Februar.
- Judasohr
- 30 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison November bis Mai.
Gute Ecken für Steinpilze
Bewertet nach Wirtsbäumen und Boden in Blöcken von 3 × 3 km, ohne Wetter; was davon gerade zu erwarten ist, zeigt die Karte. Blöcke in Nationalparks sind ausgelassen (Grenzen: Bundesamt für Naturschutz (BfN) 2025), Ortsnamen von GeoNames (CC BY 4.0); in Naturschutzgebieten und Kernzonen gelten eigene Regeln, Sammeln ist dort meist verboten oder eingeschränkt.
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Umriss des Waldes: © OpenStreetMap-Mitwirkende, ODbL.