Pilze sammeln rund um Chemnitz
Stand 13.10., 19:55 Uhr: Die besten Chancen haben gerade Hallimasch (40 von 100), Steinpilz (36) und Marone (32).
Im Umkreis von 40 km um Chemnitz sind 22 % der Fläche Wald, vor allem Fichte und Eiche. Ohne Wetter liegen hier Hallimasch (79 von 100 Punkten), Steinpilz (78) und Parasol (77) vorn.

Pilzkarte rund um Chemnitz öffnen
Seit 2018 sind rund um Chemnitz große Fichtenbestände durch Trockenheit und Borkenkäfer abgestorben oder geräumt worden. Die Baumartenkarte von 2017/18 zeigt sie noch als Fichtenwald, deshalb rechnet die Karte mit Satellitendaten des DLR nach: Wo das Kronendach seitdem fehlt, zählt die Fläche für Steinpilz, Pfifferling und Marone kaum noch. Für den Hallimasch zählt sie dagegen mehr, er lebt von geschwächten und toten Bäumen.
Am Stadtrand liegen zwei große Wälder: im Nordosten der Zeisigwald mit über 600 Hektar, vor allem Buche, Rot- und Stieleiche, dazu Fichte, Lärche und Kiefer, und im Westen der Rabensteiner Wald mit rund 900 Hektar, der 2004 zu 44 Prozent aus Fichte bestand, dazu Birke, Eberesche, Lärche und Buche. Im Süden beginnt das Erzgebirge. Im Forstbezirk Chemnitz, der bis Stollberg reicht, steht auf rund der Hälfte der Waldfläche Fichte, Eiche auf 12 und Buche auf 7 Prozent. Unter Fichten und Buchen passen Steinpilz, Marone und Pfifferling, die beiden letzten vor allem auf sauren Böden wie im Süden des Zeisigwalds. Im Norden des Zeisigwalds liegt das Naturschutzgebiet „Am nördlichen Zeisigwald“. In Sachsen darfst du Pilze nur für den eigenen Bedarf sammeln. Ohne Auto fährst du mit der Erzgebirgsbahn über Flöha und Zschopau ins Erzgebirge oder mit der City-Bahn Richtung Stollberg, Thalheim oder Aue.
Aktuelles Wetter rund um Chemnitz
Wetterfaktor aus 64 Rasterpunkten, Stand 13.10., 19:55 Uhr. Zusammen mit Lebensraum und Boden ergibt das gerade eine Chance von etwa Steinpilz 36, Pfifferling 22, Marone 32, Krause Glucke 12, Schwefelporling 6, Parasol 32, Hallimasch 40, Austernseitling 11 und Judasohr 26 von 100 Punkten; genauer zeigt es die Karte. Gerade keine Saison: Morchel und Maipilz.
Was hinter dem Wetterfaktor steckt, erklärt der Beitrag Wann wachsen Pilze? Wie es gerade in ganz Deutschland aussieht, zeigt die Pilzlage.
Der Wald
- Fläche
- 5.027 km², davon 1.079 km² Wald (22 %)
- Baumarten
- Fichte 56 %, Eiche 20 %, Buche 9 %, Lärche 7 %, Kiefer 3 % (Anteil an der Waldfläche nach der je 10 m dominanten Art, Stand 2017/18)
- Boden
- pH 5,6, Sand 35 % (Median unter Wald)
Welche Pilze
- Steinpilz
- 78 von 100 Punkten aus Wirtsbäumen und Boden, Hauptsaison August bis Oktober.
- Pfifferling
- 63 von 100 Punkten aus Wirtsbäumen und Boden, Hauptsaison Juli bis Oktober.
- Marone
- 61 von 100 Punkten aus Wirtsbäumen und Boden, Hauptsaison September bis Oktober.
- Krause Glucke
- 20 von 100 Punkten aus Wirtsbäumen und Boden, Hauptsaison September bis Oktober.
- Morchel
- 23 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison April bis Mai.
- Maipilz
- 54 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison April bis Mai.
- Schwefelporling
- 34 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison Mai bis Juni und August bis September.
- Parasol
- 77 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison September bis Oktober.
- Hallimasch
- 79 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison Oktober bis November.
- Austernseitling
- 26 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison Oktober bis Februar.
- Judasohr
- 59 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison November bis Mai.
Gute Ecken für Steinpilze
- bei Burgstädtel (Elterlein)
- bei Gelobtland
- bei Obercrottendorf
- bei Hinterhenneberg
- bei Ebersbach (Eppendorf)
Bewertet nach Wirtsbäumen und Boden in Blöcken von 3 × 3 km, ohne Wetter; was davon gerade zu erwarten ist, zeigt die Karte. Blöcke in Nationalparks sind ausgelassen (Grenzen: Bundesamt für Naturschutz (BfN) 2025), Ortsnamen von GeoNames (CC BY 4.0); in Naturschutzgebieten und Kernzonen gelten eigene Regeln, Sammeln ist dort meist verboten oder eingeschränkt.
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