Pilze sammeln im Solling
Stand 9.10., 04:15 Uhr: Die besten Chancen haben gerade Hallimasch (80 von 100), Steinpilz (65) und Parasol (56).
Der Solling ist zu 70 % bewaldet (305 km²), vor allem mit Buche und Fichte. Ohne Wetter liegen hier Hallimasch (93 von 100 Punkten), Steinpilz (79) und Parasol (69) vorn.

Seit 2018 sind im Solling große Fichtenbestände durch Trockenheit und Borkenkäfer abgestorben oder geräumt worden. Die Baumartenkarte von 2017/18 zeigt sie noch als Fichtenwald, deshalb rechnet die Karte mit Satellitendaten des DLR nach: Wo das Kronendach seitdem fehlt, zählt die Fläche für Steinpilz, Pfifferling und Marone kaum noch. Für den Hallimasch zählt sie dagegen mehr, er lebt von geschwächten und toten Bäumen.
Der Solling ist ein Buntsandsteingebirge im Süden Niedersachsens zwischen Weser, Uslar und Dassel und steigt auf gut 500 m an. Die sauren, nährstoffarmen Böden tragen Buchenwälder und große Fichtenbestände, von denen seit 2018 viele durch Dürre und Borkenkäfer abgestorben sind. Buchen- und Nadelwald auf diesem Untergrund sind gute Standorte für Steinpilz, Pfifferling und Marone.
Aktuelles Wetter im Solling
Wetterfaktor aus 6 Rasterpunkten, Stand 9.10., 04:15 Uhr. Zusammen mit Lebensraum und Boden ergibt das gerade eine Chance von etwa Steinpilz 65, Pfifferling 46, Marone 35, Krause Glucke 10, Schwefelporling 11, Parasol 56, Hallimasch 80, Austernseitling 25 und Judasohr 20 von 100 Punkten; genauer zeigt es die Karte. Gerade keine Saison: Morchel und Maipilz.
Was hinter dem Wetterfaktor steckt, erklärt der Beitrag Wann wachsen Pilze? Wie es gerade in ganz Deutschland aussieht, zeigt die Pilzlage.
Der Wald
- Fläche
- 439 km², davon 305 km² Wald (70 %)
- Baumarten
- Buche 48 %, Fichte 38 %, Eiche 8 %, Lärche 3 % (Anteil an der Waldfläche nach der je 10 m dominanten Art, Stand 2017/18)
- Boden
- pH 4,8, Sand 19 % (Median unter Wald)
Welche Pilze
- Steinpilz
- 79 von 100 Punkten aus Wirtsbäumen und Boden, Hauptsaison August bis Oktober.
- Pfifferling
- 60 von 100 Punkten aus Wirtsbäumen und Boden, Hauptsaison Juli bis Oktober.
- Marone
- 40 von 100 Punkten aus Wirtsbäumen und Boden, Hauptsaison September bis Oktober.
- Krause Glucke
- 10 von 100 Punkten aus Wirtsbäumen und Boden, Hauptsaison September bis Oktober.
- Morchel
- 14 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison April bis Mai.
- Maipilz
- 29 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison April bis Mai.
- Schwefelporling
- 26 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison Mai bis Juni und August bis September.
- Parasol
- 69 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison September bis Oktober.
- Hallimasch
- 93 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison Oktober bis November.
- Austernseitling
- 55 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison Oktober bis Februar.
- Judasohr
- 37 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison November bis Mai.
Gute Ecken für Steinpilze
Bewertet nach Wirtsbäumen und Boden in Blöcken von 3 × 3 km, ohne Wetter; was davon gerade zu erwarten ist, zeigt die Karte. Blöcke in Nationalparks sind ausgelassen (Grenzen: Bundesamt für Naturschutz (BfN) 2025), Ortsnamen von GeoNames (CC BY 4.0); in Naturschutzgebieten und Kernzonen gelten eigene Regeln, Sammeln ist dort meist verboten oder eingeschränkt.
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