Pilze sammeln im Reinhardswald
Stand 14.10., 14:55 Uhr: Die besten Chancen haben gerade Hallimasch (50 von 100), Parasol (33) und Steinpilz (31).
Nach der Baumartenkarte wachsen im Reinhardswald vor allem Buche und Fichte. Ohne Wetter liegen hier Hallimasch (96 von 100 Punkten), Parasol (78) und Steinpilz (65) vorn.

Pilzkarte im Reinhardswald öffnen
Seit 2018 sind im Reinhardswald große Fichtenbestände durch Trockenheit und Borkenkäfer abgestorben oder geräumt worden. Die Baumartenkarte von 2017/18 zeigt sie noch als Fichtenwald, deshalb rechnet die Karte mit Satellitendaten des DLR nach: Wo das Kronendach seitdem fehlt, zählt die Fläche für Steinpilz, Pfifferling und Marone kaum noch. Für den Hallimasch zählt sie dagegen mehr, er lebt von geschwächten und toten Bäumen.
Der Reinhardswald erstreckt sich nördlich von Kassel zwischen Fulda und Weser bis Bad Karlshafen, seine Mitte rund 22 km von der Stadtmitte entfernt. Mit über 200 km² ist er Hessens größtes geschlossenes Waldgebiet, fast ganz im Gutsbezirk Reinhardswald, den das Forstamt Reinhardshagen von HessenForst verwaltet. Auf der Buntsandsteinhochfläche zwischen 200 und 472 m wachsen vor allem Buchen und Eichen. Im ganzen Forstamt hat der Orkan Friederike 2018 mit seinen Folgen rund 6000 Hektar Schadflächen hinterlassen. Unter Buchen und Eichen passt der Steinpilz, Marone und Pfifferling mögen die sauren Böden, an totem Fichtenholz wächst der Hallimasch. Das Naturschutzgebiet Urwald Sababurg ist 92 Hektar groß, seit 1907 geschützt und über drei Rundwege ab dem Wanderparkplatz Drecktor erschlossen. Sonst erlaubt das Bundesnaturschutzgesetz Pilze in geringen Mengen für den persönlichen Bedarf, wo kein Betretungsverbot gilt. Von Hofgeismar fahren zwei Buslinien des NVV in den Wald.
Aktuelles Wetter im Reinhardswald
Wetterfaktor aus den 3 Rasterpunkten, die der Mitte der Region am nächsten liegen (in ihr selbst liegen zu wenige), Stand 14.10., 14:55 Uhr. Zusammen mit Lebensraum und Boden ergibt das gerade eine Chance von etwa Steinpilz 31, Pfifferling 17, Marone 22, Krause Glucke 5, Schwefelporling 6, Parasol 33, Hallimasch 50, Austernseitling 27 und Judasohr 17 von 100 Punkten; genauer zeigt es die Karte. Gerade keine Saison: Morchel und Maipilz.
Was hinter dem Wetterfaktor steckt, erklärt der Beitrag Wann wachsen Pilze? Wie es gerade in ganz Deutschland aussieht, zeigt die Pilzlage.
Der Wald
- Fläche auf der Karte
- 189 km², davon 168 km² Wald (89 %)
- Baumarten
- Buche 50 %, Fichte 27 %, Eiche 11 %, Lärche 7 %, Birke 3 % (Anteil an der Waldfläche nach der je 10 m dominanten Art, Stand 2017/18)
- Boden
- pH 5,1, Sand 21 % (Median unter Wald)
Welche Pilze
- Steinpilz
- 65 von 100 Punkten aus Wirtsbäumen und Boden, Hauptsaison August bis Oktober.
- Pfifferling
- 50 von 100 Punkten aus Wirtsbäumen und Boden, Hauptsaison Juli bis Oktober.
- Marone
- 41 von 100 Punkten aus Wirtsbäumen und Boden, Hauptsaison September bis Oktober.
- Krause Glucke
- 8 von 100 Punkten aus Wirtsbäumen und Boden, Hauptsaison September bis Oktober.
- Morchel
- 16 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison April bis Mai.
- Maipilz
- 31 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison April bis Mai.
- Schwefelporling
- 31 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison Mai bis Juni und August bis September.
- Parasol
- 78 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison September bis Oktober.
- Hallimasch
- 96 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison Oktober bis November.
- Austernseitling
- 62 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison Oktober bis Februar.
- Judasohr
- 44 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison November bis Mai.
Gute Ecken für Steinpilze
Bewertet nach Wirtsbäumen und Boden in Blöcken von 3 × 3 km, ohne Wetter; was davon gerade zu erwarten ist, zeigt die Karte. Blöcke in Nationalparks sind ausgelassen (Grenzen: Bundesamt für Naturschutz (BfN) 2025), Ortsnamen von GeoNames (CC BY 4.0); in Naturschutzgebieten und Kernzonen gelten eigene Regeln, Sammeln ist dort meist verboten oder eingeschränkt.
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Umriss des Waldes: © OpenStreetMap-Mitwirkende, ODbL.