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Die Pilzkarte für Deutschland

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Pilze sammeln rund um Göttingen

Stand 14.10., 15:30 Uhr: Die besten Chancen haben gerade Hallimasch (32 von 100), Austernseitling (25) und Steinpilz (24).

Im Umkreis von 40 km um Göttingen sind 39 % der Fläche Wald, vor allem Buche und Fichte. Ohne Wetter liegen hier Hallimasch (88 von 100 Punkten), Parasol (77) und Steinpilz (71) vorn.

Karte: Wirtsbäume für den Steinpilz rund um Göttingen
Wo die Wirtsbäume des Steinpilzes stehen, von rot (kaum) bis grün (viele). Die Karte der Wirtsbäume zeigt das für jeden Quadratkilometer.

Pilzkarte rund um Göttingen öffnen

Seit 2018 sind rund um Göttingen große Fichtenbestände durch Trockenheit und Borkenkäfer abgestorben oder geräumt worden. Die Baumartenkarte von 2017/18 zeigt sie noch als Fichtenwald, deshalb rechnet die Karte mit Satellitendaten des DLR nach: Wo das Kronendach seitdem fehlt, zählt die Fläche für Steinpilz, Pfifferling und Marone kaum noch. Für den Hallimasch zählt sie dagegen mehr, er lebt von geschwächten und toten Bäumen.

Östlich und südöstlich von Göttingen liegt der Göttinger Wald auf Muschelkalk. Das Naturschutzgebiet Stadtwald Göttingen und Kerstlingeröder Feld mit rund 1190 Hektar gehört zum größten zusammenhängenden Kalkbuchenwald im Weser- und Leinebergland. Rund 20 km westlich folgt der Bramwald, im Nordwesten der Solling, ein Buntsandsteinmassiv von etwa 30 km Durchmesser, durchgehend bewaldet und von der Fichte dominiert. Im Harz nordöstlich der Stadt sind nach dem Sturm Friederike und der Dürre 2018 durch den Borkenkäfer 30.000 Hektar Fichtenwald abgestorben. Unter Buchen auf Kalk passt der Steinpilz, auf dem sauren Buntsandstein passen Pfifferling und Marone, an abgestorbenen Fichten der Hallimasch. In Niedersachsen gilt das Bundesnaturschutzgesetz: Pilze in geringen Mengen für den persönlichen Bedarf, nicht dort, wo ein Betretungsverbot gilt. In Naturschutzgebieten wie dem Totenberg im Bramwald gilt die jeweilige Verordnung.

Aktuelles Wetter rund um Göttingen

Steinpilz34 %
Pfifferling27 %
Marone39 %
Krause Glucke44 %
Schwefelporling17 %
Parasol30 %
Hallimasch37 %
Austernseitling41 %
Judasohr38 %

Wetterfaktor aus 65 Rasterpunkten, Stand 14.10., 15:30 Uhr. Zusammen mit Lebensraum und Boden ergibt das gerade eine Chance von etwa Steinpilz 24, Pfifferling 14, Marone 17, Krause Glucke 4, Schwefelporling 6, Parasol 23, Hallimasch 32, Austernseitling 25 und Judasohr 22 von 100 Punkten; genauer zeigt es die Karte. Gerade keine Saison: Morchel und Maipilz.

Was hinter dem Wetterfaktor steckt, erklärt der Beitrag Wann wachsen Pilze? Wie es gerade in ganz Deutschland aussieht, zeigt die Pilzlage.

Der Wald

Fläche
5.027 km², davon 1.937 km² Wald (39 %)
Baumarten
Buche 55 %, Fichte 24 %, Eiche 9 %, Lärche 4 %, Birke 2 %, Douglasie 2 % (Anteil an der Waldfläche nach der je 10 m dominanten Art, Stand 2017/18)
Boden
pH 5,3, Sand 22 % (Median unter Wald)

Welche Pilze

Steinpilz
71 von 100 Punkten aus Wirtsbäumen und Boden, Hauptsaison August bis Oktober.
Pfifferling
53 von 100 Punkten aus Wirtsbäumen und Boden, Hauptsaison Juli bis Oktober.
Marone
42 von 100 Punkten aus Wirtsbäumen und Boden, Hauptsaison September bis Oktober.
Krause Glucke
8 von 100 Punkten aus Wirtsbäumen und Boden, Hauptsaison September bis Oktober.
Morchel
21 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison April bis Mai.
Maipilz
50 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison April bis Mai.
Schwefelporling
33 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison Mai bis Juni und August bis September.
Parasol
77 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison September bis Oktober.
Hallimasch
88 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison Oktober bis November.
Austernseitling
62 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison Oktober bis Februar.
Judasohr
57 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison November bis Mai.

Gute Ecken für Steinpilze

Bewertet nach Wirtsbäumen und Boden in Blöcken von 3 × 3 km, ohne Wetter; was davon gerade zu erwarten ist, zeigt die Karte. Blöcke in Nationalparks sind ausgelassen (Grenzen: Bundesamt für Naturschutz (BfN) 2025), Ortsnamen von GeoNames (CC BY 4.0); in Naturschutzgebieten und Kernzonen gelten eigene Regeln, Sammeln ist dort meist verboten oder eingeschränkt.

Göttingen auf der Karte

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