Pilze sammeln rund um Bayreuth
Stand 14.10., 11:05 Uhr: Die besten Chancen haben gerade Judasohr (21 von 100), Austernseitling (13) und Hallimasch (12).
Im Umkreis von 40 km um Bayreuth sind 42 % der Fläche Wald, vor allem Fichte und Buche. Ohne Wetter liegen hier Hallimasch (87 von 100 Punkten), Parasol (83) und Steinpilz (80) vorn.

Pilzkarte rund um Bayreuth öffnen
Seit 2018 sind rund um Bayreuth große Fichtenbestände durch Trockenheit und Borkenkäfer abgestorben oder geräumt worden. Die Baumartenkarte von 2017/18 zeigt sie noch als Fichtenwald, deshalb rechnet die Karte mit Satellitendaten des DLR nach: Wo das Kronendach seitdem fehlt, zählt die Fläche für Steinpilz, Pfifferling und Marone kaum noch. Für den Hallimasch zählt sie dagegen mehr, er lebt von geschwächten und toten Bäumen.
Östlich von Bayreuth beginnt das Fichtelgebirge, dessen Naturpark 1020 km² umfasst. Granit macht dort etwa 40 Prozent der Gebirgsfläche aus, und die Fichte wurde gepflanzt, nachdem der Erzbergbau die Laubwälder aufgebraucht hatte. Bei Pegnitz im Süden liegt der Veldensteiner Forst, rund 70 km² mit großflächigen Kiefern- und Fichtenwäldern. Südlich der Stadt ist fast die Hälfte der Fläche bewaldet, in kleineren und mittleren Waldstücken mit Fichte und Kiefer und beigemischten Buchen und Eichen, und in den Nadelwäldern sind in den letzten Jahren erhebliche Schadflächen entstanden. Unter Fichten und Buchen passt der Steinpilz, auf den Granitböden des Fichtelgebirges passen Pfifferling und Marone, an geschwächtem Holz der Hallimasch. Mehrere Moore im Fichtelgebirge sind Naturschutzgebiete, dort ist das Pilzesammeln verboten. Sonst erlaubt die Bayerische Verfassung, Waldfrüchte in ortsüblichem Umfang zu sammeln, geschützte Arten wie Steinpilz und Pfifferling in geringen Mengen für den eigenen Bedarf.
Aktuelles Wetter rund um Bayreuth
Wetterfaktor aus 63 Rasterpunkten, Stand 14.10., 11:05 Uhr. Zusammen mit Lebensraum und Boden ergibt das gerade eine Chance von etwa Steinpilz 9, Pfifferling 6, Marone 8, Krause Glucke 6, Schwefelporling 2, Parasol 8, Hallimasch 12, Austernseitling 13 und Judasohr 21 von 100 Punkten; genauer zeigt es die Karte. Gerade keine Saison: Morchel und Maipilz.
Was hinter dem Wetterfaktor steckt, erklärt der Beitrag Wann wachsen Pilze? Wie es gerade in ganz Deutschland aussieht, zeigt die Pilzlage.
Der Wald
- Fläche
- 5.027 km², davon 2.094 km² Wald (42 %)
- Baumarten
- Fichte 60 %, Buche 15 %, Kiefer 13 %, Birke 2 %, Eiche 2 %, Lärche 2 % (Anteil an der Waldfläche nach der je 10 m dominanten Art, Stand 2017/18)
- Boden
- pH 5,8, Sand 27 % (Median unter Wald)
Welche Pilze
- Steinpilz
- 80 von 100 Punkten aus Wirtsbäumen und Boden, Hauptsaison August bis Oktober.
- Pfifferling
- 59 von 100 Punkten aus Wirtsbäumen und Boden, Hauptsaison Juli bis Oktober.
- Marone
- 56 von 100 Punkten aus Wirtsbäumen und Boden, Hauptsaison September bis Oktober.
- Krause Glucke
- 29 von 100 Punkten aus Wirtsbäumen und Boden, Hauptsaison September bis Oktober.
- Morchel
- 21 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison April bis Mai.
- Maipilz
- 55 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison April bis Mai.
- Schwefelporling
- 17 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison Mai bis Juni und August bis September.
- Parasol
- 83 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison September bis Oktober.
- Hallimasch
- 87 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison Oktober bis November.
- Austernseitling
- 25 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison Oktober bis Februar.
- Judasohr
- 55 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison November bis Mai.
Gute Ecken für Steinpilze
- bei Dürrnhieb
- bei Witzlasreuth
- bei Hauenreuth (Wunsiedel)
- bei Mittelschieda
- bei Steinbach (Marktleugast)
Bewertet nach Wirtsbäumen und Boden in Blöcken von 3 × 3 km, ohne Wetter; was davon gerade zu erwarten ist, zeigt die Karte. Blöcke in Nationalparks sind ausgelassen (Grenzen: Bundesamt für Naturschutz (BfN) 2025), Ortsnamen von GeoNames (CC BY 4.0); in Naturschutzgebieten und Kernzonen gelten eigene Regeln, Sammeln ist dort meist verboten oder eingeschränkt.
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