Pilze sammeln im Vogelsberg
Stand 10.10., 03:50 Uhr: Die besten Chancen haben gerade Hallimasch (74 von 100), Parasol (65) und Steinpilz (58).
Der Vogelsberg ist zu 38 % bewaldet (643 km²), vor allem mit Buche und Fichte. Ohne Wetter liegen hier Hallimasch (84 von 100 Punkten), Parasol (76) und Steinpilz (68) vorn.

Pilzkarte im Vogelsberg öffnen
Seit 2018 sind im Vogelsberg große Fichtenbestände durch Trockenheit und Borkenkäfer abgestorben oder geräumt worden. Die Baumartenkarte von 2017/18 zeigt sie noch als Fichtenwald, deshalb rechnet die Karte mit Satellitendaten des DLR nach: Wo das Kronendach seitdem fehlt, zählt die Fläche für Steinpilz, Pfifferling und Marone kaum noch. Für den Hallimasch zählt sie dagegen mehr, er lebt von geschwächten und toten Bäumen.
Der Vogelsberg in Mittelhessen ist ein Mittelgebirge vulkanischen Ursprungs, das von allen Seiten flach zum Taufstein (773 m) ansteigt. Buchenwald und Grünland prägen die Landschaft, dazu kamen Fichtenforste, von denen seit 2018 viele durch Dürre und Borkenkäfer abgestorben sind. Die Basaltböden sind nährstoffreich und weniger sauer, das liegt dem Steinpilz besser als Pfifferling und Marone.
Aktuelles Wetter im Vogelsberg
Wetterfaktor aus 21 Rasterpunkten, Stand 10.10., 03:50 Uhr. Zusammen mit Lebensraum und Boden ergibt das gerade eine Chance von etwa Steinpilz 58, Pfifferling 33, Marone 21, Krause Glucke 6, Schwefelporling 15, Parasol 65, Hallimasch 74, Austernseitling 28 und Judasohr 36 von 100 Punkten; genauer zeigt es die Karte. Gerade keine Saison: Morchel und Maipilz.
Was hinter dem Wetterfaktor steckt, erklärt der Beitrag Wann wachsen Pilze? Wie es gerade in ganz Deutschland aussieht, zeigt die Pilzlage.
Der Wald
- Fläche
- 1.714 km², davon 643 km² Wald (38 %)
- Baumarten
- Buche 56 %, Fichte 14 %, Eiche 11 %, Douglasie 10 %, Lärche 2 %, anderes langlebiges Laubholz 2 % (Anteil an der Waldfläche nach der je 10 m dominanten Art, Stand 2017/18)
- Boden
- pH 5,6, Sand 20 % (Median unter Wald)
Welche Pilze
- Steinpilz
- 68 von 100 Punkten aus Wirtsbäumen und Boden, Hauptsaison August bis Oktober.
- Pfifferling
- 46 von 100 Punkten aus Wirtsbäumen und Boden, Hauptsaison Juli bis Oktober.
- Marone
- 23 von 100 Punkten aus Wirtsbäumen und Boden, Hauptsaison September bis Oktober.
- Krause Glucke
- 6 von 100 Punkten aus Wirtsbäumen und Boden, Hauptsaison September bis Oktober.
- Morchel
- 24 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison April bis Mai.
- Maipilz
- 60 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison April bis Mai.
- Schwefelporling
- 35 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison Mai bis Juni und August bis September.
- Parasol
- 76 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison September bis Oktober.
- Hallimasch
- 84 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison Oktober bis November.
- Austernseitling
- 61 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison Oktober bis Februar.
- Judasohr
- 67 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison November bis Mai.
Gute Ecken für Steinpilze
Bewertet nach Wirtsbäumen und Boden in Blöcken von 3 × 3 km, ohne Wetter; was davon gerade zu erwarten ist, zeigt die Karte. Blöcke in Nationalparks sind ausgelassen (Grenzen: Bundesamt für Naturschutz (BfN) 2025), Ortsnamen von GeoNames (CC BY 4.0); in Naturschutzgebieten und Kernzonen gelten eigene Regeln, Sammeln ist dort meist verboten oder eingeschränkt.
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