Pilze sammeln im Jorat
Stand 17.10., 07:10 Uhr: Die besten Chancen haben gerade Hallimasch (66 von 100), Parasol (51) und Steinpilz (42).
Nach der Baumartenkarte wachsen im Jorat vor allem anderes Nadelholz und Buche. Ohne Wetter liegen hier Hallimasch (88 von 100 Punkten), Parasol (85) und Steinpilz (73) vorn.

Seit 2018 sind im Jorat große Fichtenbestände durch Trockenheit, Sturm und Borkenkäfer abgestorben oder geräumt worden. Die Baumartenkarte von 2020 zeigt einen Teil davon noch als Fichtenwald, deshalb rechnet die Karte mit Satellitendaten der University of Maryland (Global Forest Change) nach: Wo das Kronendach seit 2018 fehlt, zählt die Fläche für Steinpilz, Pfifferling und Marone kaum noch. Für den Hallimasch zählt sie dagegen mehr, er lebt von geschwächten und toten Bäumen.
Der Jorat ist ein Hügelland nordöstlich von Lausanne zwischen Gros-de-Vaud und Broye. Mit rund 4000 ha Wald gilt er als größtes Waldgebiet im Schweizer Mittelland, er liegt meist über 700 m und erreicht an der Montagne du Château 935 m. Unter dem Wald liegt Moräne auf Molasse, die Böden sind fruchtbar, aber staunass. Es wachsen Buchen, Tannen und vor allem Fichten, die 2024 in mehreren Gemeinden des Jorat vom Borkenkäfer stark geschädigt wurden. Unter Fichte, Tanne und Buche passt der Steinpilz, an den Fichtenrändern der Eierschwamm, an geschwächten Fichten der Hallimasch. In der Kernzone des Parc naturel du Jorat (444 ha, alles Stadtwald von Lausanne) darfst du keine Pilze sammeln und bleibst auf den Wegen. In der Waadt darfst du höchstens zwei Kilogramm pro Person und Tag sammeln, nur von 7 bis 20 Uhr. Ohne Auto kommst du mit den tl-Bussen 45, 62 und 64 zum Chalet-à-Gobet.
Aktuelles Wetter im Jorat
Wetterfaktor aus den 3 Rasterpunkten, die der Mitte der Region am nächsten liegen (in ihr selbst liegen zu wenige), auf die mittlere Höhe des Waldes von 853 m umgerechnet, Stand 17.10., 07:10 Uhr. Zusammen mit Lebensraum und Boden ergibt das gerade eine Chance von etwa Steinpilz 42, Pfifferling 15, Marone 32, Krause Glucke 10, Schwefelporling 3, Parasol 51, Hallimasch 66, Austernseitling 17 und Judasohr 29 von 100 Punkten; genauer zeigt es die Karte. Gerade keine Saison: Morchel und Maipilz.
Was hinter dem Wetterfaktor steckt, erklärt der Beitrag Wann wachsen Pilze? Was beim Sammeln in der Schweiz erlaubt ist, steht mit den Gesetzesstellen im Beitrag Pilze sammeln in Österreich, der Schweiz und Liechtenstein. Wie es gerade in der ganzen Schweiz aussieht, zeigt die Pilzlage.
Der Wald
- Fläche auf der Karte
- 25 km², davon 20 km² Wald (78 %)
- Baumarten
- anderes Nadelholz 34 %, Buche 29 %, Fichte 26 %, Lärche 5 %, anderes Laubholz 4 % (Anteil an der Waldfläche nach der je 10 m dominanten Gattung nach der ForestPaths-Karte von 2020)
- Boden
- pH 5,9, Sand 36 % (Median unter Wald)
Welche Pilze
- Steinpilz
- 73 von 100 Punkten aus Wirtsbäumen und Boden, Hauptsaison August bis Oktober.
- Pfifferling
- 55 von 100 Punkten aus Wirtsbäumen und Boden, Hauptsaison Juli bis Oktober.
- Marone
- 47 von 100 Punkten aus Wirtsbäumen und Boden, Hauptsaison September bis Oktober.
- Krause Glucke
- 16 von 100 Punkten aus Wirtsbäumen und Boden, Hauptsaison September bis Oktober.
- Morchel
- 20 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison April bis Mai.
- Maipilz
- 46 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison April bis Mai.
- Schwefelporling
- 15 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison Mai bis Juni und August bis September.
- Parasol
- 85 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison September bis Oktober.
- Hallimasch
- 88 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison Oktober bis November.
- Austernseitling
- 36 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison Oktober bis Februar.
- Judasohr
- 48 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison November bis Mai.
Gute Ecken für Steinpilze
Bewertet nach Wirtsbäumen und Boden in Blöcken von 3 × 3 km, ohne Wetter; was davon gerade zu erwarten ist, zeigt die Karte. Blöcke in Nationalparks sind ausgelassen (Grenzen: OpenStreetMap-Mitwirkende, ODbL), Ortsnamen von GeoNames (CC BY 4.0); in Naturschutzgebieten und Kernzonen gelten eigene Regeln, Sammeln ist dort meist verboten oder eingeschränkt.
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Umriss des Waldes: © OpenStreetMap-Mitwirkende, ODbL.