Pilze sammeln im Grunewald
Stand 14.10., 00:05 Uhr: Die besten Chancen haben gerade Judasohr (11 von 100), Parasol (5) und Austernseitling (5).
Nach der Baumartenkarte wachsen im Grunewald vor allem Eiche und Kiefer. Ohne Wetter liegen hier Parasol (99 von 100 Punkten), Marone (81) und Hallimasch (76) vorn, der Steinpilz kommt auf 75.

Der Grunewald liegt rund 11 km südwestlich der Berliner Stadtmitte und reicht im Westen bis an die Havel, rund 3000 Hektar Wald. Seit dem Dauerwaldvertrag von 1915 gehört er dem Land Berlin, die Berliner Forsten bewirtschaften ihn. Unter dem Wald liegen Schmelzwassersande, im Grunewald 20 m und mächtiger, darauf wenig ertragreiche, ausgewaschene Braunerden. Kiefern und Eichen prägen den Bestand, vereinzelt stehen Birken und Buchen. Auf diesen sauren Sanden passen unter Kiefern Marone und Krause Glucke, unter Eichen der Steinpilz, an abgestorbenem Holz der Hallimasch. Der ganze Forst ist Landschaftsschutzgebiet, dazu kommen mehrere kleine Naturschutzgebiete um Seen und Moore, etwa Teufelssee, Barssee und Pechsee, Postfenn und Hundekehlefenn. Nach dem Berliner Landeswaldgesetz darfst du Pilze in kleinen Mengen für den Eigenbedarf sammeln. Vom S-Bahnhof Grunewald führen Wanderrouten der Berliner Forsten bis zum Grunewaldturm.
Aktuelles Wetter im Grunewald
Wetterfaktor aus den 3 Rasterpunkten, die der Mitte der Region am nächsten liegen (in ihr selbst liegen zu wenige), Stand 14.10., 00:05 Uhr. Zusammen mit Lebensraum und Boden ergibt das gerade eine Chance von etwa Steinpilz 4, Pfifferling 4, Marone 4, Krause Glucke 4, Schwefelporling 4, Parasol 5, Hallimasch 4, Austernseitling 5 und Judasohr 11 von 100 Punkten; genauer zeigt es die Karte. Gerade keine Saison: Morchel und Maipilz.
Was hinter dem Wetterfaktor steckt, erklärt der Beitrag Wann wachsen Pilze? Wie es gerade in ganz Deutschland aussieht, zeigt die Pilzlage.
Der Wald
- Fläche auf der Karte
- 31 km², davon 21 km² Wald (67 %)
- Baumarten
- Eiche 43 %, Kiefer 42 %, Lärche 7 %, Birke 2 %, Buche 2 % (Anteil an der Waldfläche nach der je 10 m dominanten Art, Stand 2017/18)
- Boden
- pH 4,8, Sand 77 % (Median unter Wald)
Welche Pilze
- Steinpilz
- 75 von 100 Punkten aus Wirtsbäumen und Boden, Hauptsaison August bis Oktober.
- Pfifferling
- 71 von 100 Punkten aus Wirtsbäumen und Boden, Hauptsaison Juli bis Oktober.
- Marone
- 81 von 100 Punkten aus Wirtsbäumen und Boden, Hauptsaison September bis Oktober.
- Krause Glucke
- 47 von 100 Punkten aus Wirtsbäumen und Boden, Hauptsaison September bis Oktober.
- Morchel
- 12 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison April bis Mai.
- Maipilz
- 21 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison April bis Mai.
- Schwefelporling
- 47 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison Mai bis Juni und August bis September.
- Parasol
- 99 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison September bis Oktober.
- Hallimasch
- 76 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison Oktober bis November.
- Austernseitling
- 28 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison Oktober bis Februar.
- Judasohr
- 34 von 100 Punkten aus Lebensraum und Boden, Hauptsaison November bis Mai.
Gute Ecken für Steinpilze
Bewertet nach Wirtsbäumen und Boden in Blöcken von 3 × 3 km, ohne Wetter; was davon gerade zu erwarten ist, zeigt die Karte. Blöcke in Nationalparks sind ausgelassen (Grenzen: Bundesamt für Naturschutz (BfN) 2025), Ortsnamen von GeoNames (CC BY 4.0); in Naturschutzgebieten und Kernzonen gelten eigene Regeln, Sammeln ist dort meist verboten oder eingeschränkt.
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Umriss des Waldes: © OpenStreetMap-Mitwirkende, ODbL.